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Michael Tietz – Rattentanz

25. August 2010

Mein Langzeitprojekt „Rattentanz“ wurde gestern abend endlich beendet und ich kann endlich meine Meinung zu dem Roman kundtun 😉
Aber erstmal kurz zur Frage, wieso das überhaupt so lange gedauert hat: Zum einen hat das Buch 837 Seiten (ich lese das Nachwort immer mit), welche relativ kleine beschrieben sind. Zum anderen musste ich zwischendrin mit mir kämpfen, ob ich das Buch wirklich weiterlesen möchte oder es einfach zur Seite lege. Der Lesedrang hat letztendlich gesiegt und ich habe es nach einer längeren Pause wieder vorgeholt. Diese längere Pause kam unter anderem auch durch meinen ersten Flug zustande. Da ich da sowieso schon leicht panisch war, konnte mir ein Buch, welches mit zahllosen Flugzeugabstürzen beginnt nicht wirklich weiterhelfen.

Nun aber mal zum Inhalt:
In dem kleinen Örtchen Wellendingen fällt am 23. Mai früh um 7 der Strom aus. Das Radio funktioniert genausowenig wie das Licht, aber auch Handys funktionieren nicht mehr und zu allem Unglück stürzen auch noch Flugzeuge vom Himmel. Ob der Stromausfall mit den Abstürzen in Verbindung steht, ist für die Bewohner unklar. Doch der Leser weiß, dass 2 Schüler an diesem Unglück schuld haben. Nicht nur Wellendingen ist von dem großen Stromausfall betroffen, sondern die ganze Welt. Die Kraftwerke sind stillgelegt, die mediale Vernetzung gibt es nicht mehr und die Menschen leben auf einem Schlag wieder im Mittelalter. Da nichts darauf hindeutet, dass sich dieser Zustand bald wieder bessert, ist zunächst jeder auf sich allein gestellt. Es herrscht zunächst Gewalt, Mord und der Kampf ums Überleben.


(Bildquelle)

Wie bereits erwähnt liegt der Hauptblick auf dem Dörfchen Wellendingen und seinen Bewohnern. Es wird gezeigt, wie sie im ersten Chaos nach der Katastrophe versuchen zu überleben und zu begreifen was geschehen ist. Es gibt mehrere Hauptakteure und so springt die Story oft hin und her. Das führt zwar nicht zu Verwirrungen, wird aber irgendwann zu viel. Vor allem da Personen vorgestellt werden, welche im nächsten Moment sterben. Diese Personen treiben die Handlung allerdings nicht voran, sondern sollen wahrscheinlich einfach nur die katastrophalen Zustände verdeutlichen. Zusätzlich zu der Geschichte rund um Wellendingen wird auch noch die Reise von Hans Seger, ein Einwohner des Dörfchens, erzählt. Dieser befindet sich in Schweden und kämpft sich nun zurück in seine Heimat, in der sich seine Frau und seine Tochter selbst durchschlagen müssen.
Die Zustände gleichen denen im Mittelalter, wie schon im Prolog deutlich wird, welcher im Übrigen das Ende vorherahnen lässt.

Gerade der Anfang war für mich eher schwierig, ich wollte das Buch oft weglegen, da es mir einfach zu übertrieben erschien: innerhalb weniger Stunden nach dem Stromausfall kommt es bereits zu Plünderungen und Morden. Natürlich weiß ich nicht, wie es in Deutschland aussehen würde, würde sowas tatsächlich mal eintreten, aber während des Lesens ging es mir einfach zu schnell und es wurde zu viel. Viele Charaktere haben einen sehr stereotypen Charakter, so gibt es den Bösen, die eindeutig Gute welche sich für allen und jeden einsetzt und eine Figur die nicht genau weiß wo sie hingehört.

Wahrscheinlich liest man aus meiner Rezension keine überschwängliche Begeisterung, wie bei vielen anderen Büchern die ich hier bisher vorgestellt habe. So ist es auch, würde ich Punkte vergeben wären es wohl 4 von 10. Irgendwie hat das Buch was, was für mich schwer zu erklären ist. Vielleicht die generelle Verarbeitung des Themas: Wie reagiert die Menschheit wenn sie plötzlich mit mittelalterlichen Zuständen zu kämpfen hat? Generell finde ich diese Frage sehr spannend. Miachel Tietz hat sie eben in seinem Werk „Rattentanz“ für sich beantwortet.

Josh Bazell – Schneller als der Tod

25. März 2010

Nachdem seine Großteltern von der Mafia ermordet wurden, gelangt Pietro Brnwa selbst in Mafiakreise und etabliert sich da ziemlich schnell durch einige Morde. Doch ihm wird klar, dass es auch ein anderes Leben gibt, er steigt aus und tritt in das Zeigenschutzprogramm. Mit seiner neuen Identität wird er Arzt in einem Krankenhaus. Sein Leben scheint, neben einem kleinen Drogenproblem, wieder geordnete Bahnen zu gehen. Bis einer seiner Patienten ihn erkennt und ihm droht ihn zu verraten, sollte er nicht lebend das Krankenhaus verlassen. Das Problem: er hat Krebs im Endstadium.

Dieser Roman von Josh Blazell ist ziemlich spannungsgeladen geschrieben. Zwischen den einzelnen Kapiteln hüpft er immer wieder zwischen Pietros Vergangenheit bei der Mafia und der Gegenwart im Krankenhaus. Der Leser erfährt wie Pietro zur Mafia kam, welche Aufträge er erfüllt hat und was das ganze mit seinen Großeltern zu tun hat. Die Handlung der Gegenwart treibt die Geschichte voran, denn Pietro muss einige Entscheidungen als Arzt treffen, während er doch eigentlich überlegen muss, was er mit dem Patienten der ihn erkannt hat und Kontakt zu seinen ehemaligen Mafiakollegen hat, anstellen soll. Es ist wahrscheinlich dass er stirbt, da er Krebs im Endstadium hat. Sollte dies geschehen, sind ist die Mafia bereits über den Aufenthaltsort von Pietro informiert.

Durch viele Fußnoten erfährt man einiges an Zusatzwissen zum Thema Mafia, Medizin und auch ein paar unnütze aber lustige Sachen. Da das Buch aus Pietros Sicht geschrieben ist und er den Leser direkt anspricht, scheint alles biografisch zu sein und es wirkt sehr echt.

Ich möchte natürlich nicht das Ende verraten, aber da wirds nochmal etwas unangenehm und eklig, aber trotzdem spannend.

Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen und war für mich mal was neues, da ich selten Mafiabücher lese, aber vor allem der Schreibstil und der Humor hat es mir angetan.

Hier mal die ersten paar Sätze aus dem Buch

vorablesen – Schneller als der Tod

20. März 2010

Dank vorablesen hab ich nun schon mein 2. Rezensionsexemplar erhalten und ich bin auch schon fleißíg am Lesen, allerdings geht es nur schleppend voran, da ich vorher noch 4 Prüfungen hinter mich bringen muss.

Josh Bazell – Schneller als der Tod
In seinem früheren Leben war Pietro Auftragskiller für die New Yorker Mafia. Er stieg aus, ging ins Zeugenschutzprogramm und wrde Arzt. Doch jetzt ist einer der alten Feinde in sein Krankenhaus eingelifert worden. Diagnose: Krebs im Endstadium. Wenn er stirbt ist Pietro geliefert. Die nächsten acht Stunden im Tollhaus der Klinik werden zum atemlosen Kampf um Leben und Tod. (Klappentext)

Der Leseeindruck, den ich dazu gelesen hat, war lustig geschrieben und man erfährt durch kurze Fußnoten mehr zum Thema Arzt, aber auch über die Mafia und sonstige mehr oder wenige sinnvolle Themen.

Was mich aber am meisten beeindruckt und neugierig gemacht hat?
Dieser Satz: „So zynisch und komisch, als hätte Tarantino bei „Dr. House“ Regie geführt“
Für mich als Tarantino- und Housefan also ein Muss 😉

Jodi Picoult „Zeit der Gespenster“ angekommen

5. März 2010

mein Rezensionsexemplar von Jodi Picoult „Zeit der Gespenster“
ist angekommen

Das Cover gefällt mir richtig gut.
Die nächsten Tage werd ich wohl mit lesen beginnen, da ich vorher noch ein anderes Buch beenden will.