Posted tagged ‘Psychothriller’

Sebastian Fitzek – Amokspiel

5. Januar 2011

Nach „Das Kind“ und „Der Seelenbrecher“ habe ich nun meinen 3. Fitzekroman gelesen und bin immer noch begeistert.

Ira Samin bereitet gerade sorgfältig ihren Selbstmord vor, da sie es nicht verkraften kann, dass ihre Tochter sich umgebracht hat. Doch dann wird die Kriminalpsychologin zu einem Geiseldrama in einem Berliner Radiosender gerufen. Der Geiselnehmer Jan spielt ein makaberes Spiel in dem er wahllos Leute anruft. Melden diese sich mit einer gewissen Parole wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine Geisel vor allen Zuhörern erschossen. Er fordert dass seine Verlobte zu ihm gebracht wird, die allerdings seit mehreren Monaten tot ist.

Es ist zwar schnell klar, dass der Tod von Jans Verlobter kein normaler Unfall war, doch was genau dahinter steckt war für mich mal wieder ein Überraschung und bis zum Schluss war mir nicht klar welche Person der Drahtzieher ist. Ich hatte zwar viele Ahnungen, aber überraschende Wendungen haben diese immer wieder zunichte gemacht.
Die Story ist wie gewohnt sehr spannend in kurzen Kapiteln geschrieben.
So langsam hab ich das Gefühl dass Sebastian Fitzek eine Vorliebe für geschlossene Räume hat. Nachdem „Der Seelenbrecher“ in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Klinik spielt, findet hier ein Großteil der Story in dem verschlossenen Radiosender statt. Aber diese Abgeschiedenheit sorgt immer noch für mehr Spannung.

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Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher

9. Mai 2010

Einen Tag vor Heiligabend, es herrscht ein schlimmer Schneesturm, verunfallt vor einer Berliner ein Luxusklinik ein Krankentransport. Abgeschirmt von der Außenwelt ist der Sanitäter und der Patient gezwungen in der Klinik zu bleiben. Hier befindet sich schon Casper, ein Patient der Klinik der durch einen Unfall sein Gedächtnis verloren hat und nun versucht Schritt für Schritt seine Erinnerungen wiederzugelangen.
Schon kurze Zeit später wird klar, dass der Seelenbrecher, ein Psychopath der seine Opfer nicht foltert oder tötet, sondern sie in den Todesschlaf versetzt und ihnen so immer wieder ihre schlimmsten Erlebnisse erleben lässt, durch den Krankentransport in die Klinik gekomment ist. Es beginnt eine Jagd durch die Klinik, bei der nicht nur langsam wieder Caspers Erinnerung zurück kommt, sondern auch klar wird wie der Seelenbrecher seine Opfer quält.

Dieses Szenario wird durch eine Rahmenhandlung begleitet, welche in der Gegenwart spielt und ein Experiment eines Professors an 2 Studenten darstellt, welche die Akte des Seelenbrechers lesen.

Nachdem ich meinen Schock und den leichten Ekel der ersten Seite überwunden habe fiel es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen. Je weiter man in die Geschichte eindringt, desto spannender wird es. Wer ist der Seelenbrecher? Wieso hat er es auf die Patienten der Teufelsbergklinik abgesehen und welche Rolle spielt Caspers Vergangenheit an die er sich nicht erinnern kann.
Nach und nach kommen kleine Hinweise dazu und als Leser versucht man natürlich den Fall auch zu lösen, doch ich muss sagen, dass es mir nicht gelungen ist und ich über die Wendung am Ende sehr überrascht war.
Sprachlich fand ich das alles sehr gut umgesetzt und die kurzen, teilweise nur 2 Seiten lange Kapitel tragen zum Spannungsaufbau bei. Ich find kurze Kapitel ja immer praktisch, da man so auch mal nur kurz in der Warteschlange ein paar Seiten lesen kann, aber bei diesem Buch tragen sie dazu bei immer weiter zu lesen und das Geschehen voran zu treiben.

Da ich das Buch vorher nicht durchgeblättert hab, ist mir erst während des Lesens die kleine Überraschung im letzten Teil des Buches aufgefallen. Eine super Idee, mir hat es auf jeden Fall Herzrasen beschert (und das nicht im Sinne von Verliebtsein, sondern eher vor Schreck).

Von mir an dieser Stelle also mal wieder eine unbedingte Leseempfehlung. So langsam entwickel ich mich doch noch zum Thrillerfan. Der nächste Fitzek steht auch schon griffbereit im Regal – „Das Kind“.

Jeff Lindsay – Komm zurück mein dunkler Bruder

6. März 2010

Nachdem ich gegen Ende des Buches mitbekommen habe, dass dies bereits der 3. Roman der Dexterreihe ist und ich somit den 2. Teil (Dunkler Dämon) übersprungen habe, ist mir auch klar geworden wieso ich das Gefühl hatte das etwas fehlt 😉 Nun hat sich auch geklärt wieso die ersten beiden Folge der 2. Staffel, welche aktuell Sonntags auf RTL2 laufen, überhaupt nichts mit dem Buch zu tun hatten.
Hachja, manchmal bin ich eben ein bisschen verwirrt…

Um seine Tarnung perfekt zu machen und als vollständiger Mensch mit echten Gefühlen durchzugehen, entschließt sich Dexter seine Freundin Rita zu heiraten und Ersatzpapa für ihre 2 Kinder Cody und Astor zur werden.
Nichtsdestotrotz geht er seinem Hobby nach, nachts Serienkiller umzubringen. Doch das klappt plötzlich nicht mehr, als sein „Dunkler Passagier“ auf einmal ohne Vorwarnung verschwindet.
In Miami werden mehrere enthauptete, verkohlte Leichen gefunden, die wohl mit einem alten Kult in Verbindung stehen. Dexter fühlt sich leer und auch bei seiner Arbeit als Blutanalysenspezialist hat er keine Eingebungen mehr, die ihm früher halfen viele Fälle zu lösen.

Wie gesagt, ich habe den 2. Teil übersprungen, deswegen habe ich mich zu Beginn des Buches richtig erschrocken, als ich gelesen habe, das Dexter heiraten und eine Vaterrolle übernehmen will. Warum er das tut ist natürlich klar, aber ich bin ja der Meinung er hat doch Gefühle. Vor allem wenn er mit den Kindern unterwegs ist, zeigt sich, dass er Vatergefühle entwickelt und sie unterrichtet. Auch wenn er ihnen sein dunkles Handwerk beibringen will…Er will sie immerhin nicht zu wahllosen Mördern heranziehen, sondern sie nach dem Code Harry erziehen. An dieser Stelle war ich allerdings auch überrascht, aber ich vermute mal im 2. Roman wird geklärt, wieso die beiden Kinder so sind wie Dexter.
Das Buch wird überwiegend aus Dexters Sicht geschrieben und somit kommt auch der Humor wieder nicht zu kurz. Eingeleitet wird der Psychothriller durch die Geschichte von ES. Was ES ist, wird nicht ganz genau geklärt. ES ist jedenfalls schon immer da und hat genauso viel Spaß am Morden wie Dexter.
Außerdem gibt es einen Beschatter, aus dessen Sicht ebenfalls kurze Passagen geschrieben sind.
Bis zum Ende ist ziemlich ungewiss wer der Mörder ist und was er mit Dexter vorhat.
Da Dexter seinen „Dunklen Passagier“ unbedingt wieder zurückhaben will, recherchiert er und stößt auf den Dämonen Moloch und König Salomon. Ihm wird klar, dass dies auch mit den Mordfällen in Verbindung steht und zum ersten Mal fühlt er etwas: Angst.

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch gut, wenn auch nicht so gut wie Band 1 (Des Todes dunkler Bruder). Allerdings haben mich ja hauptsächlich die Sprünge vom ersten Buch gewundert, aber das wird sich sicher alles klären sobald Band 2 bei mir eingetroffen ist.

Jeff Lindsay – Des Todes dunkler Bruder

20. Februar 2010

Hach, wo fang ich an?
Das Buch ist super! Ganz einfach: Wirklich toll!.
Und obwohl ich die 1. Staffel der Serie Dexter schon kenne, dessen Grundlage ja dieses Buch ist, war ich von Anfang bis Ende gefesselt.
Zu Beginn dachte ich noch das Serie und Buch identisch sind, denn es wurde wirklich sehr gut umgesetzt, aber viele Dinge sind doch anders, vor allem wenn es um die Auflösung geht, deswegen möchte ich da auch nicht zuviel verraten.
Hier mal der Klappentext um den Inhalt zu erläutern:

Dein Freund, dein Helfer – dein Mörder
Dexter Morgan arbeitet als Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami und mordet gerne. Aber seine Morde dienen einem höheren Zweck: Jedes Mal, wenn er zuschlägt, erwischt es einen ganz gewöhnlichen, brutalen Killer. Einer weniger! Doch als plötzlich ein zweiter Serienkiller auftaucht, der es ebenfalls nur auf die schlimmsten Täter abgesehen hat, gerät Dexters wohlgeordnetes Leben völlig aus den Fugen. Offensichtlich legt es der Andere darauf an, ihn herauszufordern …


Leider ist das etwas irreführend, denn der zweite Serienkiller hat es keineswegs auf „die schlimmsten Täter abgesehen“ so wie Dexter es macht. Stattdessen bringt er Prostituierte um. Dexter ist fasziniert von der Vorgehensweise auch wenn sie von seinem Kodex abweicht.
So wie Dexter dargestellt wird, ist es schwer ihn nicht zu mögen. Denn obwohl er ein Massenmörder ist, ist er witzig, charmant (wenn auch nur gespielt) und anscheinend gut aussehend. Das er dann zwischendurch mal den ein oder anderen Kindermörder umbringt, ist doch ok, da kann man auch mal drüber hinwegsehn 😉
Es ist teilweise witzig geschrieben, vor allem wenn es darum geht, dass Dexter keine Gefühle und keine Reue kennt, er sich aber viel von den Menschen abgeguckt hat und es sehr gut umsetzen kann. Vorrangig ist es aber spannend und man kann Schritt für Schritt verfolgen wie Dexter glaubt verrückt zu werden, denn er kann den Fall nicht lösen ohne an sein eigenes Vorgehen zu denken. Will er den Fall überhaupt lösen oder doch lieber weiter die „Kunstwerke“ bestaunen, die der andere Killer da erschafft?
Der Psychothriller wird aus Dexters Sicht beschrieben und deswegen ist es relativ einfach ihn zu verstehen. Ich konnte teilweise mit ihm mitfühlen, auch wenn er nach seiner Meinung gar keine Gefühle hat.

Ihr seht schon, ich bin einfach begeistert und kann diesem Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!
Glatte 10 von 10 Punkte, wenn ich denn welche verteilen würde 😉

Prüfungsbelohnung

12. Februar 2010

Heut habe ich die letzte Prüfung der ersten Prüfungsphase geschrieben und mich erfolgreich für den Stress der letzten Wochen belohnt

Ich hab den Wühltisch mit den Mängelexemplaren gestürmt:

Julia Kröhn – Die Regentin

„Von Wikingern verschleppt und verkauft, muss die angelsächsische Kurfürstentochter Bathildis am fränkischen Kurfürstenhof Sklavendienste verrichten. Und doch ist sie nicht glücklich, als der Merowinger-König Chlodwig II sie zu seiner Ehefrau und Königin macht. Denn Bathildis liebt einen anderen…“

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Timothy Carter – Dämonenhunger


„So richtig leicht hat Vincent es nicht: Sein Bruder nervt, seine Eltern gehören einer merkwürdigen Sekte an – und dann erfährt er auch noch von einem übellaunigen Elf, dass die Vernichtung der Menschheit durch hungrige Dämonen unmittelbar bevorsteht. So etwas kann einem wirklich den Tag versauen! Also muss Vincent sich schleunigst darum kümmern, die Welt zu retten. Falls das überhaut noch möglich ist…“

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Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher

„Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den Seelenbrecher nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …“

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Sebastian Fitzek – Das Kind
„Als Strafverteidiger Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod etwa 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde. Simon, von nun an Sterns ständiger Begleiter, ist ein zehnjähriger Junge – und fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein …“

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Und zu guter letzt hab ich auf diesem Tisch voller reduzierter Bücher auch noch den 2. Teil meiner geliebten Dexter-Reihe gefunden. Mit dem ersten Buch (Des Todes dunkler Bruder) habe ich heut angefangen und bin jetzt schon begeistert.

Jeff Lindsay – Komm zurück, mein dunkler Bruder

„Noch immer plagen Dexter Morgan, Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami, Gelüste, es den schlimmsten Serienkillern mit gleicher Münze heimzuzahlen. Da trifft es sich gut, dass Miami gerade von einer neuen Mordserie erschüttert wird. Gefunden werden die verkohlten Leichen zweier junger Frauen, deren Köpfe verschwunden und durch getöpferte Stierschädel ersetzt worden sind. Als Dexter am Tatort eintrifft, erschrickt der »Dunkle Passagier«, sein rachdurstiges Alter Ego, allerdings zu Tode – und macht sich spurlos davon. Dexter ist vollkommen ratlos. Was soll er ohne seinen geheimen Einflüsterer nur machen?“

Die Zitate sind die Klappentexte der jeweiligen Bücher