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Kinder des Judas von Markus Heitz

13. September 2010

Judas 1: Kinder des Judas

Kinder des Judas ist Markus Heitz´ viertes Buch. Er schafft mit dieser  Geschichte ein ganz anderes Vampirbuch, als wir es bisher kennen. Als Zeit wählt er  reale  Ereignisse aus den Jahren 1731 und 1732  im Balkan und Osteuropa, auch Personen in dem Buch haben einen historischen Hintergrund.

Das Buch unterscheidet sich von anderen Vampirbüchern, in dem hier unterschiedliche Arten von Vampiren mit unterschiedlichen Namen erschaffen werden. Auch hier bedient sich Heitz der Volkskunde aus den zuvor genannten Ländern. Dieser Aberglaube ist in dem Buch ein großes Thema, da er  sehr intensiv auf die verschiedenen Methoden Vampire zu töten und zu unterscheiden eingeht.

Doch zunächst worum geht es eigentlich?

Im ersten Kapitel lernt der Leser eine Frau namens Sia kennen, die neben einem sterbenden Kind Wache hält. Schon hier wird dem Leser klar, dass es sich bei Sia um keinen normalen Menschen handelt, da sie sie den Tod spüren kann. Nachdem das Mädchen gestorben ist, beginnt Sia die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Jitka aufzuschreiben, welches 1670 im osmanischen Reich von ihrer Mutter getrennt wurde und ihren tot geglaubten Vater  wiedertrifft. Dieser nimmt sie mit in eine Mühle und Jitka beginnt ein neues Leben, in dem sich nicht nur ihr Vater mehr als merkwürdig verhält. Jitka wird von ihrem Vater als Wissenschaftlerin ausgebildet. Diese Erzählung läuft parallel zu der Handlung 2007 in Leipzig, in der wir Scylla kennenlernen und der Leser ist gespannt darauf in welchem Zusammenhang die beiden Handlungen stehen.

Das Buch dümpelt lange Zeit vor sich hin und ist bisweilen langweilig und langatmig. Vor allem Jitkas Ausbildung zur Wissenschaftlerin hätte gut gekürzt werden können. Nach über 100 Seiten hat der Leser noch immer keine Ahnung, wohin das Buch eigentlich steuert und erst nach ca. 300 Seiten bekommt die Handlung eine gewisse Spannung.

Dieses Buch unterscheiden sich nicht nur in der Thematik von den anderen Heitz´-Büchern.  Hier fehlt die James- Bond- Action und die Schnitzeljagd quer durch die Welt. Die Kämpfe sind entweder extrem blutig oder vorhersehbar und langweilig beschrieben. Die Hauptpersonen sind keine herausragenden, sympathischen Charaktere, wie in den Büchern vor Kinder des Judas, sondern eher durchschnittlich und langweilig.

Was mich am meisten gestört hat, waren die Vampire selber, die absolut untypisch beschrieben wurden und zudem schnell klar war, dass hier Aberglaube an Aberglaube gereiht wurde.

Abschließend würde ich dem Buch drei von fünf möglichen Sternen verleihen. Natürlich werde ich den Nachfolger „Judassohn“ lesen, in der Hoffnung hier wieder die typische Heitz-Spannung  wiederzufinden.

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Blutportale von Markus Heitz

23. Mai 2010

Blutportale Blutportale ist das dritte Buch von Markus Heitz. Hat er seine Leser zuvor in die Welt der Werwölfe entführt, so geht es in diesem Buch hauptsächlich um Dämonen.

Als die Fechertin Saskia bei einem Tunier gegen den geheimnisvollen Levantin antritt, ahnt sie nicht, dass er seit Jahrhunderten auf sie wartet. Tief in ihr schlummert eine Gabe, die nur er wecken kann. Levantin will, dass Saskia für ihn ein Blutportal öffnet, um in seine Heimat zurückkehren zu können. Doch Saskia ist nicht auf ihr dunkles Talent vorbereitet- und so stößt sie unbeabsichtigt Türen auf, die nie geöffnet werden sollten…   (Klappentext des Buches)

Wie bei den Heitz- Büchern üblich ist einem die Hauptperson Saskia sehr sympathisch und wir treffen hier auch eine alte Bekannte aus den vorherigen Büchern wieder. Um wen es sich handelt, wird hier nicht verraten, aber ich habe mich gefreut, dass auch diese Person eine der Hauptcharaktere des Buches wurde.

Hier eine kleine Ergänzung zum Klappentext:

 Zu Beginn des Buches gibt es drei Handlungsstränge: Zum einen trifft der Leser Saskia, die in einer Halle voller Leichen aufwacht. Der Epilog ist überaus blutig beschrieben und gleicht dem Beginn eines Thrillers von Steven King.

Im ersten Kapitel lernt man dann Will kennen, ein Florist mit indisch-deutscher Herkunft, der von einer sehr penetranten Dame ein merkwürdiges Angebot bekommt.

Und schließlich gibt es da noch Levantin. Gleich zu Beginn wird dem Leser klar, dass Levantin kein Mensch ist und zu den höheren Wesen gehört und  die Handlung des Buches in Gang setzt.  

 Obwohl es in dem Buch um Dämonen geht, ist es nicht zu fantasielastig.  Saskia, Will und unsere bekannte dritte Hauptperson begeben sich auf die Suche nach verschiedenen Artefakten um die halbe Welt, was sie Handlung überaus spannend macht. Geholfen wird ihnen dabei von einem Bekannten Saskias, dem Professor. Obwohl er immer nur als Nebenperson auftritt, merkt der Leser  schnell, dass er für die Handlung nicht unerheblich ist.

Das Buch ist in typischer Heitzmanier, eine Mischung aus Aktion, Kämpfen und  James Bond, aber nicht zuletzt muss der Leser sich auch seine eigenen Gedanken machen. Kleine Logikfehler tun der Handlung keinen Abbruch, allerdings hatte ich teilweise das Gefühl etwas nicht mitbekommen zu haben.

Was mich allerdings ein bisschen gestört hat war, dass es bei den vielen französischen Sätzen, die es in dem Buch gibt keine Übersetzung gibt. Ich konnte mir einen Teil mit meinem Schulfranzösisch erklären und oft genug wird auch so klar was gemeint ist, allerdings wäre hier eine kleine Übersetzung hilfreich gewesen. Dieser Punkt sollte aber niemanden abhalten das Buch zu lesen.

Im Allgemeinen kann ich sagen, dass mir Blutportale genau wie die Bücher Ritus und Sanctum wirklich gut gefallen hat, ich es aber aus den dreien bisher für das schwächere Buch halten würde. Trotzdem kann ich es nur empfehlen.