Posted tagged ‘Fantasy’

Anke Höhl-Kayser – Ronar

18. April 2011

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Books on Demand (BoD)
ISBN-10: 9783837052602
ISBN-13: 978-3837052602

Das Findelkind Ronar wächst mit mehreren Geschwistern bei einem Schmied auf und wird schon früh als Sonderling erkannt. Er redet mit Tieren und Bäumen und hat generell ein friedlich Wesen. Von seinen Stiefgeschwistern wird er oft geärgert und gehänselt, da er sehr zurückgezogen lebt.
Als eines Tages seine Ziehschwester von finsteren Reitern entführt wird, macht er sich auf den Weg in den Nebelwald um sie zu finden und zu retten.
Auf seiner Reise lernt er den Elthen Athanian kennen. Ein mystisches Wesen, welches Ronar auf seiner Reise begleitet und ihn mit seinen Zauberkräften unterstützt.
Durch andere Bekanntschaften wird Ronar klar, dass er auf dieser Reise mehr erleben wird als gedacht und seiner eigener Herkunft auf die Spur kommt.
Elaran, der Schwarze König, verspricht Ronar Macht und dunkle Magie und so beginnt in Ronar der innere Zwiespalt.

Anke Höhl-Kayser schafft eine eigene Welt mit mystischen Wesen wie Elthen und Rilten. Ronars Zwiespalt zwischen seiner Kindheit und Liebe zur Natur zu seiner Herkunft und der dunkeln Macht wird sehr deutlich. Auch die „Moral“ am Ende kommt so deutlich zum Vorschein.
Letztendlich bleiben aber noch einige Fragen offen, die wahrscheinlich im 2. Teil geklärt werden.

Meiner Meinung nach ist die Charakterisierung der Figuren ausbaufähig. Auch die Umwelt mit dem Nebelwald und dem Pferdekopfsee wirkt nicht tiefgründig genug.
Damit meine ich nicht, dass der Roman oberflächlich geschrieben ist, aber die Story hätte mehr Ecken und Winkel gebrauchen können um in die Geschichte richtig eintauchen zu können. Die Elthen beispielsweise werden mir zu selbstverständlich vorgestellt. Ein bisschen mehr über ihre Geschichte und die Traditionen hätte sie lebendiger wirken lassen und alles wäre irgendwie glaubhafter.
Es fiel mir schwer mit diesem Buch warm zu werden, obwohl mich das Thema an sich, also die gegebene Macht und der damit verbundene Machtmissbrauch, sehr angesprochen hat.

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Die Meisterin von Trudi Canavan

14. Juli 2010

Im letzten Teil der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier“ kommt es schließlich zum Showdown und das Geheimnis um Akkarin, den Hohen Lord der Gilde, wird gelüftet. Aber zuerst kurz etwas zum Inhalt.

Sonea hat zwar mittlerweile den Respekt der anderen Novizen gewonnen, aber sie ist immer noch Geisel von Akkarin. Außerdem geschehen in der Stadt Imardin mehrere merkwürdige Morde, die auf Praktiken von Schwarzer Magie hindeuten. Als Sonea zufällig mitbekommt wie Akkarin von einem Fremden in seinem Haus angegriffen wird und es zum Kampf kommt, erklärt der Hohe Lord ihr was es mit der Schwarzen Magie auf sich hat und wie er sie erlernt hat. Dabei erfährt Sonea, dass Kyralia und die Gilde in Gefahr schweben. Die Ichani, eine Gruppe Aussetzige aus dem benachbarten Land Sachaka, planen Imardin zu überfallen um sich an Akkarin und der Gilde zu rächen. Leider ist es in Sachaka noch üblich Schwarze Magie zu praktizieren, sodass die Ichani sehr starke Magier sind. Erst zweifelt Sonea, ob Akkarin ihr die Wahrheit erzählt. Erst als sie einen Sklaven der Ichani mit eigenen Augen sieht und seine Gedanken lesen kann, begreift sie in welcher Gefahr ihre Heimat schwebt. Sie beschließt Akkarin zu helfen und bittet ihn sie Schwarze Magie zu lehren. Doch dann entdeckt die Gilde, dass Akkarin und Sonea diese verbotenen Praktiken ausüben und verbannt sie dem Land, da sie Akkarins Geschichte nicht glauben. Doch die Gefahr durch die Ichani rückt immer näher…

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten 😉 Aber ich kann versprechen, dass es spannend wird. Mir hat die Trilogie sehr gut gefallen. Die Story wird immer aus der Sicht verschiedener Haupt-Charaktere erzählt, was das Geschehen sehr lebendig macht. Besonders gut gefallen hat mir zum Beispiel die Stelle im ersten Band, wo Rothen in Soneas Gedanken ist und sie lehrt ihre Kräfte zu beherrschen. Die Szene wurde so schön bildlich beschrieben, dass man das Gefühl hatte man wäre selbst auch in Soneas Gedanken. Außerdem fand ich die Beschreibung dazu einfach passend, weil es nicht total überdreht ist, sondern es hört sich alles sehr logisch an.

Das Ende ist relativ offen gehalten. Leider fand ich den großen Showdown etwas mager ausgefallen. Aber ich finde es lohnt sich (nicht nur für Fantasy-Fans) die Bücher zu lesen.

Die Novizin von Trudi Canavan

13. Juli 2010

Der zweite Band von der Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ handelt hauptsächlich von Soneas erstem Jahr als Novizin. Man taucht als Leser wieder in die Welt von Kyralia ein und erlebt mit Sonea den Alltag der Magier.

Da Sonea die erste Novizin aus den ärmlichen Hüttenvierteln ist, wird sie besonders mit Argwohn bedacht. Doch ihre Klassenkammeraden, besonders ein Novize namens Regin, machen ihr das Leben zur Hölle. Sie drangsalieren und schneiden sie, wo sie nur können. Rothen, ein älterer Magier und Freund versucht ihr so gut es geht zu helfen. Doch die meiste Zeit muss Sonea alleine damit klar kommen. Selbst als sie eine Klasse überspringt und neue Mitschüler bekommt, kann sie sich den Schikanen einiger Novizen kaum entziehen. Zum Glück ist Sonea klug, fleißig und verfügt über ein sehr großes magisches Potential, was ihr bei einem Duell gegen Regin zu Gute kommt. Doch das ist nicht Soneas einziges Problem: schon im ersten Band beobachtet sie zufällig Akkarin, den hohen Lord der Gilde, wie er sogenannte Schwarze Magie praktiziert, was strengstens verboten ist. Neben Rothen erfährt auch Lorlen, der Administrator der Gilde und Akkarins guter Freund davon. Lorlen bittet Sonea und Rothen die Sache erstmal für sich zu behalten, doch Akkarin erfährt schließlich von ihrem Wissen. Er lässt sich zu Soneas Mentor bestimmen, um sie zu kontrollieren und als Geisel gegen Lorlen und Rothen einzusetzen.

Der zweite Teil gewährt noch tiefere Einblicke in die magische Welt und den Alltag von der Gilde. Die Autorin schreibt relativ unkompliziert, was einem das Gefühl vermittelt mitten in dem Geschehen zu sein. Man leidet und fiebert jedes mal mit Sonea mit wenn sie von den anderen Novizen geärgert wird. Mir sind die meisten Charaktere ans Herz gewachsen und ich konnte es kaum erwarten den letzten Band zu lesen um zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht.

Die Rebellin von Trudi Canavan

12. Juli 2010

Nachdem ich jetzt alle drei Teile der Reihe „Die Gilde der schwarzen Magier“ gelesen habe, folgt nun endlich meine Rezi 🙂

Die Bücher lassen sich leicht lesen und sind teilweise witzig , aber auch Spannung kommt nicht zur kurz. Die Welt, welche Trudi Canvan in ihren Büchern geschaffen hat, klingt logisch und ist nicht zu abgedreht. Man hat das Gefühl, dass es diese Welt tatsächlich gibt. Aber worum geht es eigentlich?

In Imardin, die Hauptstadt von Kyralia, findet zu Beginn des ersten Buches die sogenannte „Säuberung“ statt, d.h. alle armen Leute werden aus der Stadt, wo die reichen Kaufleute leben, in die Hüttenvierteln vor den Stadtmauern getrieben. Unterstützung dafür bekommt die königliche Garde von Magiern aus der Gilde. Die Gilde ist eine Art Bund, der Menschen mit potentiellen magischen Kräften zu Magiern ausbildet. Allerdings werden nur Kinder aus reichen Häusern auf magische Kräfte geprüft und als Novizen aufgenommen. Doch bei Sonea, ein Mädchen aus den Hüttenvierteln, kommt alles anders. Denn auch sie wird an dem Tag der Säuberung  aus der Stadt vertrieben. Aus Wut wirft sie, wie viele andere Jugendliche auch, einen Stein auf die Magier. Diese aber ziehen zum Schutz vor Wurfgeschossen ein sogenanntes Schild hoch, um nicht getroffen zu werden und normalerweise prallen Steine daran ab. Doch in Sonea schlummern große magische Kräfte, die plötzlich frei gesetzt wurden und so durchbricht ihr Stein das Schutzschild und trifft einen Magier am Kopf. Danach bricht erstmal das totale Chaos aus. Sonea ist selbst überrascht und flieht erstmal mit ihren Freunden. Die Magier der Gilde beschließen Sonea unbedingt zu finden, da sie lernen muss ihre Kräfte zu kontrollieren, ansonsten fügt sich sich und ihrer Umgebung heftigen Schaden zu. Doch wie die meisten Hüttenbewohner verabscheut Sonea die Gilde und versteckt sich mit Hilfe der Diebe, die im Untergrund der Stadt wirken. So beginnt ein Katz- und Maus-Spiel zwischen den Magiern und Sonea. Gleichzeitigt wird Sonea ermutigt ihre Kräfte weiter zu erproben. Doch das wird ihr immer mehr zum Verhängnis, denn später kann sie es kaum noch kontrollieren. Schließlich wird sie doch noch an die Gilde ausgeliefert. Dort zeigt ihr Rothen, ein Magier, wie sie ihre Kräfte kontrolliert. Doch zuerst muss er ihr Vertrauen gewinnen, denn Rothen kann ihr nur helfen, indem er in ihre Gedanken eindringt. Schließlich wird Sonea vor die Wahl gestellt: entweder sie tritt in die Gilde ein und wird zu einem Magier ausgebildet, oder ihre Kräfte werden blockiert und sie kann in die Hüttenvierteln zurück kehren. Nachdem Rothen sie überzeugen kann, dass man mit Magie viel Gutes und Sinnvolles machen kann (z.B. Krankheiten und Verletzungen heilen), entschließt sich Sonea zu bleiben, um dann später als Heilerin vor allem den armen Menschen zu helfen. Spannend wird es am Ende nochmal, als die Entscheidung getroffen werden soll wer  Soneas Mentor wird. Denn neben Rothen hebt der Magier Fergun ebenfalls Anspruch darauf, allerdings nicht mit guten Absichten…

Hiermit endet der erste Band. Teilweise zieht sich die Geschichte etwas hin, aber es ist trotzdem unterhaltsam und nett zu lesen. Es dient vor allem als Einleitung, um den Leser in die magische Welt einzuführen und die Charaktere kennen zu lernen.

Fynf

7. Juli 2010

Ich wurde gestern von einem kleinen Autorenteam angeschrieben und so auf die Seite „von Fynf“ aufmerksam gemacht. Dieses Autorenteam möchte sich und seine Fantasyreihe nun einmal vorstellen…also Vorhang (für unseren ersten Gastbeitrag) auf 😉

Michael Henschke und Sigrid Knödler sind die Autoren der neuen Fantasy-Romanreihe „von Fynf“, deren erster Band „Eins von Fynf“ in Kürze erscheint. Das Script ist fertiggestellt und befindet sich derzeit in der Endkorrektur.
Ein kleiner Auszug aus dem Prolog gibt einen ersten Eindruck vom Inhalt:

Als vor undenklichen Zeiten die Erde geschaffen wurde, entstanden vier weitere Welten, auf denen sich Leben unter ähnlichen Bedingungen entwickeln konnte. Auf jeder setzte sich im Laufe der Evolution eine andere Art an die Spitze der Lebewesen und missachtete das allen Welten gegebene Gebot ‚Du sollst nicht töten‘. Deshalb wurde später eine weitere Welt geschaffen, die ‚Zadak‘ (Gerechtigkeit) heißt, aber meistens ‚Mitte‘ genannt wird. Dorthin gelangen unter bestimmten Voraussetzungen die Opfer der fünf Außenwelten und führen ihr Leben weiter bis zu ihrem natürlichen Tod. Was danach mit ihnen geschieht, und wie viele weitere belebte Welten mit grundsätzlich anderen Lebensformen es geben mag, weiß man auch auf Mitte nicht.

Verwaltet wird ‚Mitte‘ von einer gänzlich anderen, praktisch unsterblichen, allerdings nicht fortpflanzungsfähigen Spezies. Diese Wandler beziehen ihre gesamte Energie aus einem Mutterkristall, der nur an einem bestimmten Ort auf ‚Mitte‘ seine Wirkung entfalten kann. Irgendjemand hat sich nun in der Absicht, die Herrschaft über Mitte an sich zu reißen, dieses Kristalls bemächtigt, mit der Folge, dass sich die Schleusen zu den Außenwelten allmählich schließen, und den Kristallwandlern der Untergang droht. Mit letzter Kraft gelingt es einem von ihnen, die einzige noch offene Schleuse zu passieren, die ihn auf die Erde führt.

Damit beginnt für die Hauptpersonen der Reihe eine Odyssee, die sie im ersten Roman auf Mitte, dann aber, im Verlauf der weiteren Bände, auf die Außenwelten führen wird, in deren Situation je ein Kapitel des ersten Bandes einführt.
Regelmäßig aktuelle Neuigkeiten rund um die Veröffentlichung, interessante Hintergrundinformationen sowie Buchauszüge in Form von Lese- und Hörproben werden auf http://blog.vonfynf.de veröffentlicht.

Ich finde das klingt ganz viel versprechend und könnte ein richtig schöner Epos werden…lassen wir uns mal überraschen 🙂

Tintentod – Cornelia Funke

27. April 2010

Das Leben in der Tintenwelt war alles andere als einfach als die Geschichte von Tintenherz Meggie, Mo und Staubfinger seid den außergewöhnlichen Ereignissen in Tintenblut, magisch zurück in seine Seiten zog. Mit Staubfingers Tod und der Herrschaft des bösen Natterkopf hat die Geschichte, in der alle gefangen sind eine böse Wendung genommen.

Als der Winter kommt gibt es Grund zur Hoffnung- aber nur wenn Meggie und Mo die Fehler der Vergangenheit neu schreiben können und einen gefährlichen Handel mit dem Tod machen…

Wie auch Tintenherz und Tintenblut kann man Tintentod nicht aus den Händen legen und muss einfach weiterlesen, um zu erfahren, wie das Schicksal der Hauptfiguren nun weiter geht.

Da es aber nach wie vor ein Kinderbuch ist…weiß man aber doch meist schon wie das Ende ausgeht…

Aber wenn solche Fantasie-Geschichten interessieren, denen kann ich die Tintentrilogie nur empfehlen!

Tintenblut – Cornelia Funke

23. April 2010

Ein Jahr ist vergangen, doch kein einziger Tag vergeht, an dem Meggie nicht an Tintenherz denkt, das Buch dessen Charaktere zum Leben erweckt wurden. Der Feueressers Staubfinger verzweifelt an dem Wunsch zu dieser Geschichte zurück zu kommen Als er einen durchtriebenen Geschichtenerzähler, der ihn zurück liest, findet, lässt er seinen Lehrling Farid zurück. Es dauert nicht lang, bis Farid und Meggie auch im Buch gefangen sind. Aber die Geschichte hat sich sehr verändert- und spannend bis zum tragischen Ende.

Ich finde dieses Buch, genau wie Tintenherz, sehr spannend geschrieben, man möchte ständig weiter lesen und erfahren was als nächstes geschieht.

Aber an sich ist die Geschichte ist natürlich auf einem Niveau für Kinder geschrieben, nichtsdestotrotz macht es Spass es zu lesen und ist auch über das Ende des Buches überrascht!

Wie auch Miri bei Tintenherz geschrieben hat, finde auch ich hier die teils kurzen Kapitel sehr nett, weil man so mal eher geneigt ist auch mal „zwischendurch“ „kurz“ was zu lesen, ohne mit dem Gedanken „Wann kommt denn endlich mal ein guter Abschluss zum Pause machen?“ zu lesen.

Auch ich habe die Trilogie auf Englisch gelesen und muss sagen alles in allem wirklich auch einfach in der Fremdsprache zu verstehen!