[Hörbuch] Die purpurnen Flüsse von Jean-Christophe Grangé

Verfasst 29. Dezember 2011 von Miri
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Was macht man, wenn man keine Zeit hat zu lesen? Genau man holt sich Hörbücher! 😉 „Die purpurnen Flüsse“ von  Jean-Christophe Grangé wurde uns von einer Freundin empfohlen und es war ein guter Tipp. Was haben eine Leiche im Wald in die Schändung einer Gruft gemeinsam? Ja erstmal gar nichts. In dem Ort Guernon nahe Grenoble  wird die Leiche eines junge Bibliothekaren gefunden. Zuerst geht die Polizei von einem Ritualmord aus.  Doch da die Anordnung der Leiche und deren Foltermerkmale auf ein äußerst grausames Verbrechen hinweisen, wird der Polizist Pierre Niemans hinzugeholt. Niemans entspricht auf der einen Seite dem typischen harten Bullen, der sich an keine Regeln hält und trotzdem von allen gekannt und geschätzt wírd, auf der anderen Seite hat er auch gewaltätige Aussetzer, die ihn zu Beginn des Buches mit einem Bein in den Knast bringen. Obwohl Niemans nicht der typsiche Ermittler ist, der einem schnell ans Herz wächst, wirkt seine Person ziemlich faszinierend auf  den Leser. Sympathisch ist hier, das Niemans nicht als absoluter Alleskönner und Held dargestellt wird. Auch er macht Fehler, die tödlich Enden…

Karim Abdouf ist Maghrebiner und noch nicht allzu lange bei der Polizei. Er kommt aus einem kriminellen Millieu und hat sich zum Polizisten hoch gearbeitet. Da er sich nicht anpassen wollte, wurde er in das Kaff Sarzac versetzt. Hier muss sich der sehr talentiere „Bulle“ mit Auffahrunfällen und kleinen Streitereien herumschlagen. Deswegen reagiert er nicht gerade begeistert, als er den Einbruch in eine Schule und die Schändung der Gruft eines zehnjährigen Mädchens untersuchen soll. Interessant wird es allerdings, als sich herausstellt, dass alle Unterlagen auf denen das verstorbene Mädchen zu sehen ist, aus der Schule entfernt wurden. Karim beginnt in der Vergangenheit zu stöbern und stößt bei seinen Ermittlungen irgendwann auf das Dorf Guernon.Karim ist von seiner Persönlichkeit her ähnlich, wie Niemans. Er nimmt niemanden ernst, hat vor nichts Angst oder Respekt und lebt nach dem Motto: „Damit du’s nicht vergißt, … ein Bulle ist immer ein Problem. Aber ein arabischer Bulle ist ein gottverdammtes Problem.“ Natürlich laufen die Ermittlungen an einem bestimmten Punkt zusammen (wie könnte es anders sein) und die beiden Ermittler versuchen zusammen hinter das Geheimnis der purpurnen Flüsse zu gelangen. Ohne das Ende vorweg zu nehmen, hat sich Grangé eine äußerst interessante Geschichte einfallen lassen.

Grangé schreibt sehr bildlich. Es ist schon einige Wochen her, dass ich dieses Buch gehört habe und trotzdem kann ich mir alles immer noch genau vorstellen. Zum Teil, schreibt er sehr brutal, so dass ich an manchen Stellen wirklich eine Gänsehaut bekommen habe. Die Personen und Orte sind sehr genau beschrieben, was das Buch wie einen inneren Film vor dem Auge vorbeiziehen lässt. Insgesamt ist es ein Hörbuch, welches durch die Stimme des Vorlesers und durch dezente Musikuntermalungen so spannend ist, dass man es kaum ausmachen kann. Wer gerne gute Hörbücher und zudem noch Thriller mag, wird um dieses Hörbuch nicht herum kommen, aber Vorsicht: Suchtgefahr!

Nachdem wir das Hörbuch gehört haben, haben Caro und ich mir den Film angeguckt und waren wirklich enttäuscht. Das Buch ist unheimlich gekürzt worden. Die Story hat eine andere Reihenfolge erhalten und wir haben uns nachher gefragt, ob man den Film ohne Buch überhaupt richtig versteht. Wer also bisher nur den Film kennt wird von dem Hörbuch begeistert sein!

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Vielen Dank an das Team von Audible.

Zurück aus einer laangen Pause

Verfasst 29. Dezember 2011 von Miri
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Hallo liebe Leser!

Ich hoffe ihr seid uns trotz der langen Pause treu geblieben. Wie Maria schon erwähnt hat, ist es im Moment schwer für uns Artikel zu schreiben, weil wir uns eigentlich mit anderen Dingen beschäftigen müssten. Wie das aber so ist, ganz lassen kann man es ja doch nicht und so möchte ich nun wieder Rezensionen veröffentlichen. Ich habe mittlerweile meine Lesesucht zum Nebenjob gemacht und arbeite seit eine paar Woche in einer Buchhandlung. Natürlich ist dies für meinen Geldbeutel alles andere als förderlich, wie ihr euch denken könnt. 😉

Viel Spaß beim erneuten Stöbern!

Miri

Alles Gute (nachträglich)…

Verfasst 21. Dezember 2011 von maria
Kategorien: Uncategorized

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Ooohje, im Jahresendtrubel haben wir doch tatsächlich unseren Bloggeburtstag verpasst.

Am 14.12.2009 ging der erste Post online!

2 Jahre (und eine Woche) später kann ich uns also zu unserem 2. Geburtstag gratulieren.

Mit insgesamt 147 Beiträgen kann es für das folgende Jahr nur ein Motto geben: noch meeeehr lesen 😉 Wobei das allerdings schwierig ist, da Miri und ich mitten in der Diplomarbeit stecken und Caro demnächst mit ihrer Doktorarbeit anfangen wird (Applaus bitte!!!). Aber wir geben uns Mühe und schließlich gibt es ja auch noch Hörbücher!

[Hörbuch] Christopher Moore – Ein todsicherer Job

Verfasst 9. Dezember 2011 von maria
Kategorien: Buchvorstellung

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 Charlie Asher, ein typisches Beta-Männchen, also eher unauffällig, ist Besitzer eines kleinen Ladens und glücklich mit seiner Frau Rachel. Als diese allerdings bei der Geburt ihrer Tochter stirbt, steht Charlie plötzlich vor dem Nichts. Tief deprimiert versucht er sein Leben aus Liebe zu seiner Tochter, wieder auf die Reihe zu kriegen.

(Christopher Moore – Ein todsicherer Job )

Als plötzlich wildfremde Menschen in seiner unmittelbaren Nähe sterben und er diesen merkwürdigen Mann Minty Fresh immer wieder über den Weg läuft und dann auch noch Gegenstände anfangen rot zu leuchten und zu pulsieren, wird er langsam skeptisch. Oder irre. Aber wer weiß das schon so genau?

Als sich diese Ereignisse anhäufen, läuft ihm wieder Minty Fresh über den Weg, der ihn endlich aufklärt: Charlie ist ein Totenbote geworden, der die Aufgabe hat die Seelen der Verstorbenen einzusammeln und sie an seine nächsten Empfänger weiterzugeben.  So ganz erfreut ist er über diese neue Aufgabe natürlich nicht, aber es scheint ihm nichts anderes übrig zu bleiben, da sich sonst die dunkle Unterwelt „ins Oben“ begeben wird und die Gefahr besteht, das „ewige Dunkelheit“ herrscht. Das ist keine so erfreuliche Zukunftsversion.

Im ersten Moment war ich nicht wirklich sicher, ob dieses Hörbuch lustig werden wird oder doch eher traurig. Schließlich stirbt zu Beginn Rachel, die Frau von Charlie Asher und lässt ihn als Witwer und Vater zurück. Aber vor allem der Sprecher Simon Jäger verhilft der Story zu einer wirklich witzigen Atmosphäre.

Die Story an sich ist mit einigen schwarzen Humor gespickt und mit einer Menge interessanten Charakteren. Da sind nicht nur die kleine Gothikverkäuferin in Charlies Laden oder seine leicht männlich angehauchte Schwester, sondern auch die bösen Wesen aus der Unterwelt, liebevoll „Gullyhexen“ genannt. Auch die Höllenhunde die plötzlich auftauchen und sich um Charlies Tochter kümmern sorgen für einige Lacher. Das liegt zum einen natürlich an der genialen Beschreibung von Christopher Moore, zu einem großen Teil aber auch an Simon Jäger, der jedem einzelnen Charakter auf seine Weise interpretiert und sprachlich darstellt.

Ich habe dieses Hörbuch vor allem in der Bahn gehört und musste mich einige Male komisch anschauen lassen, weil ich plötzlich lachen oder wenigstens schmunzeln musste.

Letztendlich finde ich es wirklich gelungen und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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Und auch hier wieder: Vielen Dank an Audible, ihr seid ein super Team!

Simon Beckett – Chemie des Todes

Verfasst 7. Dezember 2011 von maria
Kategorien: Buchvorstellung

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Meine Mitblogger Miri und Caro haben dieses Buch auch schon gelesen, somit hänge ich ein wenig hinterher, denn ich hab mir das Buch erst vor kurzem vorgenommen. Jetzt wird es also endlich mal Zeit, dieses Werk auch zu rezensieren, auch wenn es als Bestseller wohl schon weithin bekannt ist.

(Bildquelle)

Der Einstieg in diesen Thriller ist meiner Meinung nach schon sehr gut gelungen. 2 kleine Jungs entdecken bei ihrem Streifgang durch den Wald eine stark verweste Leiche. Es handelt sich um die Schriftstellerin Sally Palmer, deren Leiche mit 2 Schwanenflügel „dekoriert“ wurde. Direkt die ersten Seiten können empfindliche Leser vielleicht abschrecken, da es teilweise schon recht eklig zugeht. Es wird ziemlich detailgetreu beschrieben wie weit das Verwesungsstadium schon vorangeschritten ist. Aber so bekommt man ein sehr gutes Feeling für die Stimmung des Buches.

Der ehemalige Rechtsmediziner David Hunter zieht sich nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter in das kleine abgelegene Dorf  Manham zurück und arbeitet da zusammen mit Dr. Maitland als Allgemeinmediziner. Seine Vergangenheit ist den Dorfbewohnern bis zu dem grausamen Leichenfund, 3 Jahre nach seinem Umzug in das Dorf, unbekannt. Als die Polizei das gewohnte Dorfleben auf den Kopf stellt und der Chief Inspector Mackenzie Hunter drängt, die Leiche zu obduzieren und dann auch noch eine zweite Bewohnerin des Dorfes verschwindet, ist David wieder mitten in seinem alten Berufsleben und macht sich auf die Suche nach dem Mörder.

Da die Handlung komplett in dem kleinen Dörfchen spielt, ist der Täterkreis wirklich überschaubar und man kann als Leser gut mitraten um wen es sich handeln könnte. Meiner Wahl hat sich letztendlich auch zur Hälfte bestätigt, auch wenn das Ende noch eine überraschende Wende bereit hält.

Durch die Tätigkeiten des Gerichtsmediziner Hunters beschränkt sich dieses Buch nicht nur auf den polizeilichen Aspekt der Tätersuche, sondern eben auch auf den gerichtsmedizinischen Bereich. Das fand ich besonders interessant. Es ging nicht zu sehr in den medizinischen Bereich, so dass man nichts mehr verstanden hatte, sondern konnte den Ausführungen und Erklärungen gut folgen. Aber keine Angst, es handelt sich hier nicht um eine reine Autopsiestunde, die Spannung kommt wirklich nicht zu kurz.

Die Story wird aus der Ich-Perspektive von David Hunter erzählt. Die Charaktere sind realistisch beschrieben, auch wenn einige Klischees benutzt werden, zum Beispiel beim Dorfpfarrer und den „Schlägertypen“ des Dorfes. Dennoch wirkt das nicht zu überspitzt, sondern glaubhaft.

Im Großen und Ganzen kann ich das Buch wirklich weiter empfehlen, zumindest an diejenigen unter euch, die nichts gegen ein paar unappetitliche Beschreibungen haben.

Romain Sardou – Das dreizehnte Dorf

Verfasst 1. September 2011 von maria
Kategorien: Buchvorstellung

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Als Urlaubslektüre diente mir diesmal „Das dreizehnte Dorf“ von Romain Sardou.

Dieser Roman, der im 13. Jahrhundert in Frankreich und Rom spielt vereint mystische  Elemente mit einem Thriller. Zu der abgelegenen Diözese Draguan in Frankreich gehören 12 Dörfer. Bis im Winter  1284 plötzlich 3 verstümmelte Leichen auftauchen, die vom Fluss angespült wurden. Kurz darauf wird der Bischof ermordet und es stellt sich heraus dass es in der Gegend ein längst vergessenes dreizehntes Dorf gibt. Der junge Priester Henno Gui macht sich also auf den Weg in das vergessene Dorf Heurteloup.

Währendddessen entdeckt ein Mönch aus Draguan in den Pariser Archiven eine Verschwörung die scheinbar bis Rom reicht. 

Dieser Roman besteht aus mehreren Erzählsträngen und 3 Teilen. Zum einen wird das Abenteuer des Priesters Henno Gui beschrieben, der sich auf den Weg in das vergessene Dorf begibt und sich langsam an dessen Bewohner annähert. Andererseits wird aber auch die Reise des Mönches verfolgt, der zunächst nur die Leiche des Bischofs nach Paris bringen wollte. Als er dann auf einige Lücken in der Geschichte des Bischofs stößt, fängt er an auf eigene Faust zu recherchieren  und begibt sich dadurch selbst in Gefahr.

Ein dritter Erzählstrang  spielt in Rom. Ein bekannter Ritter möchte die Ehre seiner Familie retten, die sein Sohn fast zerstört hat, indem er den „Orden der Frommen Brüder“ als Deckmantel für seine blasphemischen Taten missbraucht .

Diese 3 Erzählstränge führen durch das ganze Buch und nur langsam erklärt sich der Zusammenhang.  Die große Anzahl an verschiedenen Personen und der ständige Wechsel der Handlungsorte erhöht zum einen zwar die Spannung, aber es vergrößert auch die Verwirrung.

Die Charaktere sind leider sehr einseitig beschrieben. Es gibt die eindeutig guten und bösen Kirchenmänner. Die Bewohner des vergessenen Dorfes haben interessante religiöse Ansichten entwickelt, aber dennoch wirken sie sehr flach.
Die ersten beiden Teile des Buches lesen sich wirklich sehr gut und als Leser kann man selber mitraten was wie zusammenhängt und wer hinter der Verschwörung stecken könnte. Die Lösung im 3. Teil des Romanes kommt sehr plötzlich. Ein großes Gemetzel am Ende lässt nicht viele Charaktere überleben und besiegeln das Ende so, dass nicht viel Interpretationsspielraum übrig bleibt. Es scheint als müsse der Autor einen ziemlich dicken Schlussstrich ziehen um keine weiteren Wendungen und Verwirrungen einbauen zu können.

Trotz dieser Schwächen am Ende des Buches habe ich es in wenigen Tagen durchgelesen und kann es als leichte Urlaubslektüre für diejenigen empfehlen, die sich für Kirchenverschwörungen und für Mittelaltergeschichten interessieren.

Jeff Lindsay – Die schöne Kunst des Mordens

Verfasst 30. August 2011 von maria
Kategorien: Buchvorstellung

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„Die schöne Kunst des Mordens“ ist der 4. Teil der Dexter-Reihe von Jeff Lindsay.
Nachdem der 3. Teil eher etwas mystisch und untypisch war, geht es mit dem 4. Teil wieder genau so wie ich es mag und so wie ich mir Dexter vorstelle.

Dexter kommt gerade mit seiner frischvermählten Ehefrau Rita aus den Flitterwochen, als  Miami mal wieder von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht werden. Diesmal erstellt der Mörder aus seinen Opfern richtige Kunstwerke, filmt die Reaktionen der Menschen und stellt diese Videos bei Youtube online. Nachdem Deborah, Dexters Schwester, bei ihrem Ermittlungen schwer verletzt wird, tritt der Täter mit Dexter in eine persönliche Verbindung.

Wieder einmal wird aus Dexters Sicht geschrieben, so dass der schwarze Humor nicht zu kurz kommt. Dieser entsteht durch Dexters Beschreibungen von Situationen, die er völlig gefühllos erlebt.

Leider kommen Dexters nächtliche Abenteuer in diesem Teil zu kurz. Da er  selbst ein Serienkiller ist, der nachts seine Form der Gerechtigkeit auslebt, ist dies der Hauptteil seiner Persönlichkeit. Dafür erfahren wir aber wie er Ritas Kinder Astor und Cody langsam aber sicher auf seinen eigenen Pfad führt und sie zu kleinen Dextermonstern erzieht.

Nach dem schwächsten 3. Teil der Reihe ist „Die schöne Kunst des Mordens“ wieder ein typischer Dexterroman, so wie ich ihn mag. Deswegen kann ich ihn auch wieder weiterempfehlen und zwar nicht nur an Fans der Serie, sondern auch an Thrillerleser, die gern beim Lesen lachen und schmunzeln.

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Hier findet ihr meine Rezensionen zu den 3 Vorgängern:

Des Todes dunkler Bruder 
Dunkler Dämon
Komm zurück mein dunkler Bruder