Simon Beckett – Chemie des Todes

Meine Mitblogger Miri und Caro haben dieses Buch auch schon gelesen, somit hänge ich ein wenig hinterher, denn ich hab mir das Buch erst vor kurzem vorgenommen. Jetzt wird es also endlich mal Zeit, dieses Werk auch zu rezensieren, auch wenn es als Bestseller wohl schon weithin bekannt ist.

(Bildquelle)

Der Einstieg in diesen Thriller ist meiner Meinung nach schon sehr gut gelungen. 2 kleine Jungs entdecken bei ihrem Streifgang durch den Wald eine stark verweste Leiche. Es handelt sich um die Schriftstellerin Sally Palmer, deren Leiche mit 2 Schwanenflügel „dekoriert“ wurde. Direkt die ersten Seiten können empfindliche Leser vielleicht abschrecken, da es teilweise schon recht eklig zugeht. Es wird ziemlich detailgetreu beschrieben wie weit das Verwesungsstadium schon vorangeschritten ist. Aber so bekommt man ein sehr gutes Feeling für die Stimmung des Buches.

Der ehemalige Rechtsmediziner David Hunter zieht sich nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter in das kleine abgelegene Dorf  Manham zurück und arbeitet da zusammen mit Dr. Maitland als Allgemeinmediziner. Seine Vergangenheit ist den Dorfbewohnern bis zu dem grausamen Leichenfund, 3 Jahre nach seinem Umzug in das Dorf, unbekannt. Als die Polizei das gewohnte Dorfleben auf den Kopf stellt und der Chief Inspector Mackenzie Hunter drängt, die Leiche zu obduzieren und dann auch noch eine zweite Bewohnerin des Dorfes verschwindet, ist David wieder mitten in seinem alten Berufsleben und macht sich auf die Suche nach dem Mörder.

Da die Handlung komplett in dem kleinen Dörfchen spielt, ist der Täterkreis wirklich überschaubar und man kann als Leser gut mitraten um wen es sich handeln könnte. Meiner Wahl hat sich letztendlich auch zur Hälfte bestätigt, auch wenn das Ende noch eine überraschende Wende bereit hält.

Durch die Tätigkeiten des Gerichtsmediziner Hunters beschränkt sich dieses Buch nicht nur auf den polizeilichen Aspekt der Tätersuche, sondern eben auch auf den gerichtsmedizinischen Bereich. Das fand ich besonders interessant. Es ging nicht zu sehr in den medizinischen Bereich, so dass man nichts mehr verstanden hatte, sondern konnte den Ausführungen und Erklärungen gut folgen. Aber keine Angst, es handelt sich hier nicht um eine reine Autopsiestunde, die Spannung kommt wirklich nicht zu kurz.

Die Story wird aus der Ich-Perspektive von David Hunter erzählt. Die Charaktere sind realistisch beschrieben, auch wenn einige Klischees benutzt werden, zum Beispiel beim Dorfpfarrer und den „Schlägertypen“ des Dorfes. Dennoch wirkt das nicht zu überspitzt, sondern glaubhaft.

Im Großen und Ganzen kann ich das Buch wirklich weiter empfehlen, zumindest an diejenigen unter euch, die nichts gegen ein paar unappetitliche Beschreibungen haben.

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