Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway

Manchmal überkommt es mich ja und dann denke ich ich  tue  mal was für meine Bildung und lese einen „Klassiker“. So wie auch bei diesem Fall. Leider muss ich sagen, dass ich nicht sonderlich gut darin bin Bücher zu interepretieren und so habe ich mich in dem Fall auch nur auf die Geschichte konzentriert.

Der alte Mann Santiago hat schon seit über 40 Tagen keinen Fisch mehr gefangen, obwohl er jeden Tag von früh bis spät auf dem Wasser ist. Eines Tages fährt er besonders weit raus und wirft den Köder in die Tiefe des Meeres. Nach ein paar Stunden beißt ein Fisch an, doch dieser ist so groß und stark, dass er es nicht schafft den Fisch zu erlegen, geschweige denn ihn ins Boot zu ziehen. Der Fisch ist so stark, dass er Santiago und sein Boot in Schlepptau nimmt und ihn tiefer hinaus aufs Wasser zieht. Insgesamt sind die beiden drei Tage und drei Nächte unterwegs.

Zu Beginn fand ich das Buch etwas schleppend, doch als Santiago den Fisch fängt und die drei Tage mit ihm auf dem Wasser verbringt, wird sehr schnell der Kampf zwischen Mensch und Natur deutlich. Der Fisch verkörpert dabei sehr deutlich die Natur. Er wird als sehr anmutig und stark und unabhängig beschrieben. Santiago entwickelt in der Zeit auf dem Wasser eine sehr innige Beziehung zu dem Fisch und beschreibt ihn als seinen Bruder. Er gerät sogar darüber ins grübeln ob er rechtens ist dieses Fisch zu töten. Santiago auf der anderen Seite verkörpert den Menschen, der vom Fischfang leben muss und verhungern würde, wenn er den Fisch nicht erlegt, obwohl er zu gleichen Zeit weiß, dass er es nicht tun sollte. Der Kampf findet seinen Höhepunkt, als der Fisch an die Oberfläche kommt um Luft zu holen und Santiago den Moment ergreift um den Fisch zu erlegen.

Und wer kennt nicht das tragische Ende des Buches? Auch dieses beschreibt den Kampf zwischen Mensch und Natur und zeigt zudem, dass die Menschen niemals so arrogant sein sollten zu denken, sie hätten über die Natur gesiegt, denn am Ende kann man doch wieder alles verlieren.

Gefallen hat mir das Buch ganz gut. Da es nicht sonderlich lang ist, hab ich es an einem Tag gelesen. Allerdings finde ich immer muss man in der Stimmung für diese Art von Buch sein. Das Buch lebt viel von Satzwiederholungen und ausschweifenden Beschreibungen, dennoch finde ich es beeindruckend, dass sich Hemingway schon zu Beginn der Fünfziger mit diesem Thema befasst hat. Es ist sein bekanntestes Buch und außerdem das letzte, welches zu seinen Lebzeiten erschien. Drei Jahre nach der Veröffentlichung bekam er dafür den Nobelpreis für Literatur verliehen.

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