Archiv für Juli 2011

Als die Vögel verstummten von Mary McCarthy

27. Juli 2011

Ellie ist eine junge aufsteigende Ärztin. Sie ist glücklich verheiratet und hat alles was sie sich nur wünscht. Doch dann reift in ihr der Wunsch ein Kind zu bekommen. Ihr Mann Larry ist davon alles andere als begeistert und die Ehe beginnt zu krieseln. Dann stirbt Larry plötzlich bei einem Autounfall und Ellie beschließt für ein Jahr eine Auszeit von ihrem Leben zu nehmen. Sie mietet sich in dem Haus „The Lodge“ ein. In der Nähe von diesem Haus ist vor mehr als zwanzig Jahren ein Mord passiert, der bis in die Gegenwart nicht aufgklärt wurde. Obwohl Ellie es nicht darauf anlegt, wird ihr doch von verschiedenden Bewohnern etwas über die ermordete Lorna und die Umstände ihres Todes erzählt. Nicht nur was hier ans Licht kommt ist für Ellie überraschend…

Und die Vögel verstummten

 

Wer denkt bei dem Buch handelt es sich um einen Krimi wird enttäuscht sein. „Als die Vögel verstummten“ ist ein Roman, bei dem die Umstände des Mordes zwar im Vordergrund stehen, aber Ellie beginnt nicht a´la Miss Marple gezielt nach dem Mörder zu suchen. Auch ist sie nicht die jenige, die schließlich den Mord aufklärt. Neben den Umständen des Mordes wird auch Ellie´s Leben vor und in „The Lodge“ beschrieben. Was in der Vergangenheit passierte, wird durch gezielte Rückblicke erlärt, welche das Buch sehr interessant gestalten und die Geschichte vervollständigen. Auch die Bewohner von „The Lodge“ sind rätselhaft und kompliziert. Sie fesseln sowohl Ellie als auch den Leser.

Ich muss sagen ich war sehr überrascht wer am Ende als Mörder entlarvt wurde. Zwar wird im Laufe des Buches klar, wer für den Mord in Betracht kommt und wer wie mit der ermordeten Lorna in Beziehung stand. Dennoch ist bis zum Ende nicht klar wer den Mord begangen hat. Aufgelockert wird das Buch durch Dialoge, die Ellie mit der alzheimerkranken Granny Laffan führt, die ebenfalls in „The Lodge“ lebt. Ich musste ein paar mal wirklich über die alte Dame lachen.

Was mich gestört hat war, dass das Buch über den Mord noch hinaus geht. ich war mit dem Ende des Buches alles andere als zufrieden, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway

14. Juli 2011

Manchmal überkommt es mich ja und dann denke ich ich  tue  mal was für meine Bildung und lese einen „Klassiker“. So wie auch bei diesem Fall. Leider muss ich sagen, dass ich nicht sonderlich gut darin bin Bücher zu interepretieren und so habe ich mich in dem Fall auch nur auf die Geschichte konzentriert.

Der alte Mann Santiago hat schon seit über 40 Tagen keinen Fisch mehr gefangen, obwohl er jeden Tag von früh bis spät auf dem Wasser ist. Eines Tages fährt er besonders weit raus und wirft den Köder in die Tiefe des Meeres. Nach ein paar Stunden beißt ein Fisch an, doch dieser ist so groß und stark, dass er es nicht schafft den Fisch zu erlegen, geschweige denn ihn ins Boot zu ziehen. Der Fisch ist so stark, dass er Santiago und sein Boot in Schlepptau nimmt und ihn tiefer hinaus aufs Wasser zieht. Insgesamt sind die beiden drei Tage und drei Nächte unterwegs.

Zu Beginn fand ich das Buch etwas schleppend, doch als Santiago den Fisch fängt und die drei Tage mit ihm auf dem Wasser verbringt, wird sehr schnell der Kampf zwischen Mensch und Natur deutlich. Der Fisch verkörpert dabei sehr deutlich die Natur. Er wird als sehr anmutig und stark und unabhängig beschrieben. Santiago entwickelt in der Zeit auf dem Wasser eine sehr innige Beziehung zu dem Fisch und beschreibt ihn als seinen Bruder. Er gerät sogar darüber ins grübeln ob er rechtens ist dieses Fisch zu töten. Santiago auf der anderen Seite verkörpert den Menschen, der vom Fischfang leben muss und verhungern würde, wenn er den Fisch nicht erlegt, obwohl er zu gleichen Zeit weiß, dass er es nicht tun sollte. Der Kampf findet seinen Höhepunkt, als der Fisch an die Oberfläche kommt um Luft zu holen und Santiago den Moment ergreift um den Fisch zu erlegen.

Und wer kennt nicht das tragische Ende des Buches? Auch dieses beschreibt den Kampf zwischen Mensch und Natur und zeigt zudem, dass die Menschen niemals so arrogant sein sollten zu denken, sie hätten über die Natur gesiegt, denn am Ende kann man doch wieder alles verlieren.

Gefallen hat mir das Buch ganz gut. Da es nicht sonderlich lang ist, hab ich es an einem Tag gelesen. Allerdings finde ich immer muss man in der Stimmung für diese Art von Buch sein. Das Buch lebt viel von Satzwiederholungen und ausschweifenden Beschreibungen, dennoch finde ich es beeindruckend, dass sich Hemingway schon zu Beginn der Fünfziger mit diesem Thema befasst hat. Es ist sein bekanntestes Buch und außerdem das letzte, welches zu seinen Lebzeiten erschien. Drei Jahre nach der Veröffentlichung bekam er dafür den Nobelpreis für Literatur verliehen.

Schatten über den Weiden von Nora Roberts

5. Juli 2011

Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich habe es schon viermal gelesen. Es ist eine gute Mischung aus Liebesgeschichte (die bei Nora Roberts ja nie fehlen darf und auch nie zu kurz kommt), einem Krimi und einer Pferdegeschichte.

Schatten über den Weiden.

Kelsey bekommt eines Tages einen Brief von ihrer totgeglaubten Mutter, die sie einlädt mit ihr einen Monat auf ihrem Vollblurgestüt zu verbringen, um sie kennenzulernen. Natürlich ist Kelsey völlig durcheinander doch am Ende fährt sie natürlich auf die Ranch. Nach und nach muss sie feststellen, dass sie nicht nur ihre Mutter lieben lernt. Die Familie ihres Vaters, besonders ihre Großmutter, ist natürlich alles anderes als begeistert über diese Beziehung. Kelsey beginnt das Leben auf dem Gestüt zugenießen, was nicht zu letzt auch durch den attraktiven und zum Teil auch skrupellosen Nachbarn  Gabe gefördert wird. Doch die Vergangenheit ihrer Mutter lässt sie nicht los, zumal in ihrer Zeit auf der Farm ähnliche Geschehnisse passieren und so beginnt sie in der Vergangenheit zu forschen und wühlt dabei eine Menge Staub auf.

Um es kurz zu machen: Dieses Buch ist spannend, romantisch, hautnah geschrieben und auch die Pferdethemen kommen auch nicht zu kurz!

Was habt ihr für Lieblingsbücher?