James Patterson – Sonntags bei Tiffany

Auf einem Hinterhofflohmarkt in Dresden, bei dem viele Sachen verschenkt wurde, habe ich vor einiger Zeit ein paar Bücher entdeckt. Unter anderem auch „Sonntags bei Tiffany“ von James Patterson.

288 Seiten
Verlag: Page & Turner
ISBN-10: 9783442203390

Die kleine achtjährige Jane wächst bei ihrer Mutter Vivienne  auf. Diese ist eine erfolgreiche Produzentin am Broadway und viel beschäftigt. Deswegen verbringt Jane viel Zeit allein mit ihrem Freund Michael. Obwohl Michael für alle anderen unsichtbar ist, ist es Janes bester Freund. Bis zu ihrem 9. Geburtstag, an dem Michael sie verlassen muss. Laut Gesetz der unsichtbaren Freunde muss dies so geschehen. Der Plan sieht vor, dass Jane sich nicht mehr an Michael erinnern kann und ihn somit auch nicht vermissen wird. 

Doch der Plan scheint schief zu gehen, denn Jane kann sich sehr gut an Michael erinnern und vermisst ihn jeden Tag. Auch als sie 23 Jahre später als Mitarbeiterin in der Produktionsfirma ihrer Mutter tätig ist, kann sie Michael nie ganz vergessen. Sie produziert ein eigenes Bühnenstück in dem ein kleines Mädchen und ihr unsichtbarer Freund die Hauptrolle spielen. Ihr Freund Hugh, der in diesem Stück die Rolle des Michael übernimmt, ist viel mehr an Janes Kontakten interessiert als an ihr selbst und Jane muss das auf nicht so schöne Art selbst erfahren. 

Michael unterdessen hat eben ein anderes Kind verlassen müssen und nutzt seine freie Zeit bis zu seinem nächsten Auftrag bei einem kleinen Kind in New York. Es kommt wie es kommen muss: Michael begegnet Jane und steht vor der Entscheidung ob er das Schicksal herausfordern soll und sich ihr zeigen soll. 

Zugegeben: dieser Roman ist sehr kitschig, dennoch sehr schön. Mir gefällt die Idee, eine Story um einen unsichtbaren Freund zu schreiben und ich hätte gern mehr über diesen „Job“ erfahren. Im Vordergrund steht in diesem Roman aber eindeutig die Beziehung von Jane zu Michael. Nachdem sie eine glückliche Kindheit mit ihm verbracht hat, ist eine Zukunft für beide nicht so einfach.

Der Schreibstil ist flüssig und wechselt die Sichtweisen. Einerseits werden Kapitel aus Janes Sicht beschrieben, andererseits aber auch aus Michaels Sicht. So kann man tiefer in die Gefühlswelt der jeweiligen Personen eintauchen und kann deren innere Kämpfe besser mitverfolgen.

Im Großen und Ganzen hat mir „Sonntag bei Tiffany“ gut gefallen. Es gibt unglaublich kitschige, romantische Szenen, aber das muss eben auch mal sein. Außerdem lockern die „Fantasy-Szenen“ um den unsichtbaren Freund alles ein wenig auf und zum schmunzeln gibt es letztendlich auch ein paar Stellen.

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