Archiv für April 2011

Bücherfasten – unser Fazit

30. April 2011

Die Aktion „Buchkauffrei“ über die Fastenzeit ist seit einer Woche vorbei und es wird endlich Zeit für unser Fazit.

Miri und ich haben ja an dieser Aktion teilgenommen, deswegen wird dieser Post auch in 2 Teile unterteilt. Zuerst Miris Fazit und dann meines. 

Miri

Ich finde, dass Bücherfasten war eine richtig gute Idee. So hatte ich endlich mal die Möglichkeit Bücher zu lesen die schon etwas länger in meinem Regal stehen und bisher nicht gelesen wurden, weil ich immer was anderes gefunden habe.

In dieser Zeit habe ich 3 Bücher gelesen:

Der Menschen dunkles Sehnen von Susan Hill

Die Rosenzüchterin von Charlotte Link

Blutmale von Tess Gerritsen

Allerdings musste ich auch 2 der 3 Joker einsetzen, da ich mir doch noch 2 Bücher auf dem Flohmarkt gekauft habe. Somit hat sich mein Buchbestand nur um 1 Buch verringert. Im Großen und Ganzen ist es mir nicht schwer gefallen, neue Bücher im Laden zu kaufen, da sowieso Prüfungszeit war und ich würde im nächsten Jahr auch wieder teilnehmen.

Maria

Auch mir hat die Idee des Bücherfastens an sich gefallen und ich habe wirklich gehofft, dass ich meinen SUB etwas abbauen kann. Viel ist leider nicht passiert, aber für den Anfang war es gut.

Ich habe 3 Bücher gelesen und  ein Hörbuch zu Ende gehört

Margaret George – Heinrich VIII. Mein Leben 

[Hörbuch] Ken Follett – Sturz der Titanen

Anke Höhl-Kayser – Ronar

Kerstin Gier – Smaragdgrün

Auf einem Hinterhofflohmarkt hab ich allerdings auch 2 Bücher gefunden, die ich sogar geschenkt bekommen habe. Somit musste ich auch 2 der 3 Joker einsetzen und mein Buchbestand hat sich letztendlich auch nur um 1 Buch reduziert.

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Die Rosenzüchterin von Charlotte Link

29. April 2011

Franca ist 34 Jahre alt und verlässt so gut wie nie das Haus, da sie  unter schweren Panikattacken leidet und ohne Tabletten ihr Leben nicht aushält. Ihre Ehe besteht aus ständigen Vorwürfen ihres Mannes Michael. Ansonsten leben die beiden ziemlich nebeneinander her. Zweimal im Jahr allerdings muss Franca ihre Angst überwinden und geschäftlich für ihren Mann nach Guernsey fliegen. Als sie dort ankommt stellt sie fest, dass sie ihre Tabletten vergessen hat, ihr Hotel die Buchung nicht bekommen hat und zu dem die ganze Insel ausgebucht ist.

Durch Zufall lernt sie Alan kennen, der sie kurzer Hand bei seiner Mutter einquartiert. Zunächst ist Franca völlig überfordert mit der Situation, doch schnell entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihr und der siebzig jährigen Beatrice. Zunächst besteht diese Freundschaft aus einem Briefwechsel, doch nachdem Franca erfahren hat, dass ihr Mann schon seit über einem Jahr ein Verhältnis hat, flieht sie zu Beatrice zurück auf die Insel. Die alte Dame beginnt, erst in Briefen und später persönlich, ihre Geschichte zu erzählen, wie  Sie als Kind zu der Besatzerzeit durch die Nazis im Haus eines launischen und depressiven Nazioffiziers aufwuchs. Doch auf der Insel passiert mehr, als Francas langsame Ablösung von ihrem Mann…

Das Buch ist interessant geschrieben und erinnert an die „Sturmzeit-Triologie“, die ja ebenfalls von Charlotte Link stammt. Allerdings spielt die Handlung nicht in Deutschland, sondern auf der Kanalinsel Guernsey. Durch Beatrice Rückblicke wird die Handlung immer wieder unterbrochen, so dass es im Prinzip zwei Handlungsstränge gibt. Einen in der Gegenwart und einen in der Vergangenheit. Ab einem bestimmten Punkt konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es wird sehr deutlich beschrieben, wie sich andere Länder unter der Besatzung und Kontrolle durch die Nazis gefühlt haben.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Charlotte Link nachdem Beatrice ihre Geschichte  zu Ende erzählt hat, einen Mord geschehen lässt, der nicht direkt im Zusammenhang mit der vorherigen Geschichte steht, bzw. der Tot dieser Person auch anders hätte gelöst werden können. Ich habe es so empfunden, als wollte versucht werden, das Buch durch den Mord spannender zu gestalten, was das Buch meiner Meinung nach gar nicht nötig hat. Zudem ist der Zusammenhang aus dem der Mord geschieht für die vorherige Geschichte nahezu irrelevant und außerdem unspektakulär. Ich finde das Buch wäre und  ist auch ohne Mord mehr als lesenswert!

Der Menschen dunkles Sehnen von Susan Hill

27. April 2011

„Der Menschen dunkles Sehnen“ ist ein Buch, dass ich schon ewig bei mir raumstehen hatte und nun im Zuge des Bücherfastens gelesen habe. Hätte ich gewusst wie spannend das Buch ist, hätte ich es mit Sicherheit schon viel früher gelesen 🙂

Der Menschen dunkles Sehnen: Kriminalroman

Das Buch beginnt mit der Tonbandaufnahme eines Mannes, der einer anderen Person gegenüber ein Geständnis macht.  Im Laufe des Buches werden immer wieder Szenen aus diesem Tonband eingeschoben, die die Geschichte dieser Person erzählen.In den ersten hundert Seiten lernt der Leser viele sehr unterschiedliche Personen kennen, die erstmal nichts miteinander gemeinsam haben, außer, dass sie alle in dem Ort Lafferton leben. Als schließlich eine dieser Personen verschwindet, wird die Polizistin Freya Grafferton auf weitere Vermisstenfälle aus den letzten Jahren aufmerksam und beginnt der Sache nachzugehen. Auch privat lernt der Leser Freya kennen, was sie sehr sympathisch macht. Natürlich darf auch hier eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen, denn Freya verliebt sich in ihren Vorgesetzten, der zufällig der Sohn einer guten Freundin ist.

Natürlich verschwinden im Laufe des Buches noch andere Personen und somit nimmt die Spannung laufend zu und wird nicht zuletzt durch die Tonbandaufnahmen des Mörders gesteigert. Ich muss sagen, obwohl der Mörder immer wieder Andeutungen auf seine Person macht, hatte ich doch bis zur Auflösung keine Ahnung wer die vermissten Personen entführt. In dieser Hinsicht bekommt das Buch einen ganz dicken Pluspunkt. Ärgerlich fand ich allerdings, dass die Polizistin, als sie den Verdacht hat den Mörder gefunden zu haben, den dummen Fehler begeht, ihm zu sagen wo sie wohnt. Diesen Fehler fand ich nach dem ansonsten guten Aufbau des Buches wirklich zu einfach und was daraus resultiert, kann man sich ja denken.

Trotz dieses Fehlers  kommt das Ende dennoch überraschend, aber wie ich finde nicht  ausreichend genug erklärt, da zum Beispiel nicht aufgedeckt wird, an wen sich die Tonbandaufnahme richtet und in welcher Beziehung diese Person zu dem Mörder steht.

Insgesamt würde ich dennoch sagen, das Buch ist wirklich spannend und lesenswert. 🙂

Lovelybooks Lesemarathon die 2.

22. April 2011

Am 23. April findet zum Welttag des Buches ein Lesemarathon statt. Organisiert wird er von lovelybooks.de

Dieser Marathon startet 0:01 und endet 23:59.

Ich werde natürlich nicht den vollen Tag durchlesen, aber in etwa 15 Minuten schnapp ich mir „Smaragdgrün“ und werde den Tag wenigstens damit beginnen

Ich bin bereits auf Seite 343 (von 487) und denke doch, dass ich das Buch am Samstag beenden werde.

Dann hätte ich nämlich in diesem Zuge auch beim Bücherfasten genau 3 Bücher geschafft. Nicht viel, aber immerhin.

1. Update: 1:00

Nachdem es anfing mit stürmen und regnen und ich alle Fenster und Türen geschlossen habe, konnte ich auch anfangen mit lesen. Nach knapp einer Stunde habe ich gerade mal 63 Seiten geschafft. Das Buch neigt sich langsam dem Ende entgegen und so nach und nach klären sich die Geheimnisse rund um die beiden Zeitreisenden Gwendolyn und Gideon auf. Hach, es ist wirklich schön 🙂

Ich bin nicht sicher, ob ich das Buch wirklich noch zu Ende lese, bevor ich erstmal schlafe…

2. Update: 1:40

nach weiteren 40 Seiten werde ich das Buch jetzt zur Seite legen. Bis zum Ende sind es gerade mal noch 40 Seiten, aber die hebe ich mir jetzt für morgen früh, bzw. heute früh, auf.

Ich werde mir jetzt mein Hörbuch „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde schnappen und höchstwahrscheinlich dabei einschlafen.

3. Update: 10:00

Direkt nach dem Aufwachen hab ich mir „Smaragdgrün“ geschnappt und die letzten Seiten verschlungen.

Diese Buchreihe ist einfach so toll, ich bin ja schon ein bisschen traurig dass die Geschichte nun abgeschlossen ist und ich mir ein neues Buch für die Zugfahrt auswählen muss.

Eine Rezension folgt in den nächsten Tagen natürlich noch. Jetzt werd ich aber erstmal duschen, frühstücken und nochmal schnell einkaufen gehen.

Eine kleine Zusammenfassung:

gelesen: „Smaragdgrün“ von Kerstin Gier

gelesene Seiten insgesamt: 144

gelesene Zeit insgesamt: 2 Stunden, 40 Minuten

4. Update

Ich bin nicht mehr wirklich zum Lesen gekommen. Auf meiner Zugfahrt hab ich aber noch mit einem neuen Buch angefangen: „Sonntags bei Tiffany“ vo James Patterson.

Anke Höhl-Kayser – Ronar

18. April 2011

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Books on Demand (BoD)
ISBN-10: 9783837052602
ISBN-13: 978-3837052602

Das Findelkind Ronar wächst mit mehreren Geschwistern bei einem Schmied auf und wird schon früh als Sonderling erkannt. Er redet mit Tieren und Bäumen und hat generell ein friedlich Wesen. Von seinen Stiefgeschwistern wird er oft geärgert und gehänselt, da er sehr zurückgezogen lebt.
Als eines Tages seine Ziehschwester von finsteren Reitern entführt wird, macht er sich auf den Weg in den Nebelwald um sie zu finden und zu retten.
Auf seiner Reise lernt er den Elthen Athanian kennen. Ein mystisches Wesen, welches Ronar auf seiner Reise begleitet und ihn mit seinen Zauberkräften unterstützt.
Durch andere Bekanntschaften wird Ronar klar, dass er auf dieser Reise mehr erleben wird als gedacht und seiner eigener Herkunft auf die Spur kommt.
Elaran, der Schwarze König, verspricht Ronar Macht und dunkle Magie und so beginnt in Ronar der innere Zwiespalt.

Anke Höhl-Kayser schafft eine eigene Welt mit mystischen Wesen wie Elthen und Rilten. Ronars Zwiespalt zwischen seiner Kindheit und Liebe zur Natur zu seiner Herkunft und der dunkeln Macht wird sehr deutlich. Auch die „Moral“ am Ende kommt so deutlich zum Vorschein.
Letztendlich bleiben aber noch einige Fragen offen, die wahrscheinlich im 2. Teil geklärt werden.

Meiner Meinung nach ist die Charakterisierung der Figuren ausbaufähig. Auch die Umwelt mit dem Nebelwald und dem Pferdekopfsee wirkt nicht tiefgründig genug.
Damit meine ich nicht, dass der Roman oberflächlich geschrieben ist, aber die Story hätte mehr Ecken und Winkel gebrauchen können um in die Geschichte richtig eintauchen zu können. Die Elthen beispielsweise werden mir zu selbstverständlich vorgestellt. Ein bisschen mehr über ihre Geschichte und die Traditionen hätte sie lebendiger wirken lassen und alles wäre irgendwie glaubhafter.
Es fiel mir schwer mit diesem Buch warm zu werden, obwohl mich das Thema an sich, also die gegebene Macht und der damit verbundene Machtmissbrauch, sehr angesprochen hat.

[Hörbuch] Ken Follett – Sturz der Titanen

13. April 2011

Nach langer Zeit habe ich nun das Hörbuch „Sturz der Titanen“ beendet.

Autor: Ken Follett
Sprecher: Philipp Schepmann
Spieldauer: 37 Std. 05 Min. (ungekürzt)

Der Prolog beginnt im Jahr 1911 und stellt zunächst den jungen englischen Bergarbeiter Billy vor. Die eigentliche Handlung setzt im Jahr 1914 ein, also unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg.

Wie man es bereits von Ken Follett gewöhnt ist, werden zunächst verschiedene Personen vorgestellt.  Dazu gehören unter anderen Ethel Williams, eine Dienerin von Earl Fitzherbert. Als sie von dem Earl schwanger wird, muss sie sein Anwesen verlassen und kehrt zurück in ihre Heimat.

Maud, die Schwester von Earl Fitzherbert verliebt sich in den deutschen Walter von Ulrich. Außerdem gibt es noch die beiden Brüder Lew und Grigori aus Russland.

Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges werden die Beziehungen der Personen zueinander durcheinander geworfen und auf eine harte Probe gestellt.

Die Handlung plätschert eher vor sich hin. Es gibt keinen direkten Höhepunkt. Allerdings schafft es Ken Follett immer wieder auch in solchen Romanen keine Längen und Langeweile aufkommen zu lassen.

Anhand der Beschreibung bei Audible.de bin ich davon ausgegangen, dass sich die Handlung von 1914 bis 1989 erstreckt, allerdings habe ich das Wörtchen „Trilogie“ wohl überlesen. Bei „Sturz der Titanen“ handelt es sich um den ersten Teil und dieser geht bis 1924. Somit stehen der Erste Weltkrieg, seine Vorgeschichte, politische Handlungen, Kriegsschauplätze  und die Nachwirkungen des Krieges eindeutig im Vordergrund. Historische Persönlichkeiten und Kriegsschauplätze werden in die Handlung mit eingeflochten. So wirkt die Handlung um die Hauptcharaktere realer. Dennoch finde ich sie irgendwie einseitig. Sie durchziehen zwar teilweise eine Wandlung, Ansichten und Meinungen bleiben allerdings die gleichen und auch einige Klischees werden bedient.

Die Sexszenen, welche bei Follett ja auch nicht fehlen dürfen, fand ich meist ziemlich plump und manchmal auch überflüssig.

Teilweise gab es mir zu viele Kriegsszenen, aber die gehören nunmal dazu und verstärken das Bild der damaligen Zeit. Es gab auch Szenen über die politische russische Geschichte, die ich gern übersprungen hätte. Dafür hätte mich die Story rund um Lew und seine Flucht von Russland in die USA mehr interessiert. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und spiegelt meinen Interessenbereich wieder.

Auch die am Ende erwähnten 20er Jahre fand ich sehr interessant, wurden aber recht kurz abgehandelt. Aber irgendwann nach 37 Stunden darf so ein Hörbuch auch mal zu Ende sein 😉

Philipp Schepmann als Sprecher hat mir ziemlich gut gefallen. Mir passiert es öfter, dass mich Hörbuchsprecher nerven, aber hier konnte ich gut zuhören. Er hat die Stimmung gut darstellen können. Nur die Frauenstimmen waren manchmal übertrieben.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich das Buch wahrscheinlich nicht noch extra lesen werde, ich mich aber freuen würde, wenn der 2. Teil nicht zu sehr auf Kriegshandlungen und politische Diskussionen spezialisiert ist.

Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall allen geschichtlich Interessierten.

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Ich möchte mich ganz herzlich bei Audible und bei Jennifer Wilken für die tolle Betreuung bedanken!