Margaret George – Heinrich VIII. Mein Leben

Ich kann es eigentlich noch gar nicht glauben, dass ich das Buch jetzt wirklich beendet habe. Angefangen habe ich damit im letzten Jahr und hab es dann lange Zeit zur Seite gelegt. Warum weiß ich gar nicht so genau, denn es hat mir ja eigentlich gefallen. Jedenfalls habe ich es vor einiger Zeit, zwischen meinen Prüfungen, endlich mal wieder hervorgeholt und weitergelesen.

Bei diesem Roman, welcher stolze 1333 Seiten umfasst, beschreibt Margaret George das Leben von dem englischen König Heinrich VIII. Dies geschieht in Form eines Tagebuches, welches Heinrich am Ende seines Lebens selbst verfasst hat. Sein Hofnarr Will Somers hat dieses Tagebuch um einige Kommentare erweitert um den Leser auch eine andere Sicht auf den König zu geben.

Ich hab mich vorher nicht mit dem Thema beschäftigt und bin nur mit dem Wissen an das Buch, dass Heinrich VIII ein sehr blutrünstiger, machthungriger König war. So konnte ich ihn auf eine eigene Art und Weise kennenlernen.

Zunächst ist er „nur“ der Zweitgeborene, für den die Rangfolge weder Macht noch Ruhm vorsieht. Doch durch den Tod seines älteren Bruders rückt er nach und wird schließlich König von England. Zunächst noch unsicher und unerfahren, lässt er sich von seinen Beratern unterstützen und leiten. Bis er das Selbstbewusstsein hat und immer eigenwilliger über sein Land herrscht.

Im Bezug auf Frauen wirkt er sehr einfach gestrikt. Sie muss hübsch sein und ihn verzaubern und schon ist er verheiratet. Das immerhin sechs mal. Mit jeder Frau an seiner Seite verändert er sich auch ein wenig. Am Anfang konnte ich sein Vorgehen noch verstehen. Selbst die Hinrichtung seiner zweiten Frau Anne Boleyn ist aus damaliger Sicht verständlich und man könnte sogar fast Mitleid mit Heinrich haben. Aber in den letzten Kapiteln wurde er mir immer unsympathischer, was sicher auch an seinem fortschreitendem Verfolgungswahn lag. Seine Wandlung von einem sich schnell verliebenden jungen Mann zu einem König der in allem einen Feind sieht, wird ziemlich deutlich und gefällt mir sehr gut.

Meine Neugier ist auf jeden Fall geweckt und ich bereue es jetzt, dass ich mir die Fernsehserie „Die Tudors“ nicht angesehen habe.

Den Roman kann ich euch empfehlen, wenn ihr Interesse an der europäischen Geschichte habt, aber auch wenn ihr mal besseren Einblick in die Gedanken eines Königs bekommen wollt.

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3 Kommentare - “Margaret George – Heinrich VIII. Mein Leben”

  1. Die Leserin. Says:

    Ich habe das Buch auch erst vor kurzem gelesen. Ich bin durch die Serie „Die Tudors“ darauf aufmerksam geworden. Allerdings ist mir dann beim Lesen aufgefallen, dass in der Serie einige Sachen anders dargestellt werden, dennoch hat mir die Serie gut gefallen.

    Liebe Grüße! 🙂

  2. Miri Says:

    Ja das stimmt, ich habe auch erst die Tudors gesehen und dann das Buch gelesen und ich muss sagen, dass der Hauptdarsteller den König wirklich gut verkörpert, aber vieles auch nur angedeutet wird. Schwierig war für mich, dass die alle gleich aussahen in der ersten Staffel und es hat gedauert, bis ich die mal unterscheiden konnte 😉


  3. […] Margaret George – Heinrich VIII. Mein Leben  […]


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