Archiv für Oktober 2010

Die Täuschung von Charlotte Link

23. Oktober 2010

Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Thema, wie gut wir den Menschen wirklich kennen, mit dem wir unser Leben verbringen.

Peter Simon verschwindet spurlos auf einer Fahrt in die Normandie. Seine Frau Laura, hat keinen Anhaltspunkt wo sich ihr Mann befindet und macht sich auf die Suche. Dabei findet sie heraus, dass Peter nicht der Mann war, für den sie ihn immer gehalten hat. Sie steht plötzlich einem riesen Schuldenberg gegenüber und auch andere Geheimnisse beginnen sich zu lüften. Laura begreift, dass Peter ihr nicht nur seit Jahren etwas vorgemacht  sondern sie Stück für Stück aus seinem Leben gedrängt und abhängig gemacht hat. Plötzlich muss sie für sich selbst Verantwortung übernehmen und näheres  über Peter in Erfahrung bringen. Zur gleichen Zeit werden in der Normandie eine verwitwete Frau und ihre vierjährige Tochter umgebracht. Steht Peters Verschwinden mit den Morden in Zusammenhang?

Die TäuschungDas Buch besteht im Wesentlichen aus sechs Hauptpersonen, die alle miteinander verbunden sind. Die Handlung wird aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptdarsteller erzählt und trägt somit zu Spannung bei. Auch für den Leser macht es dieser übersichtliche Täterkreis leichter, dem Mörder auf die Spur zu kommen und hier sind wir schon bei meinem Kritikpunkt: Bereits nach 200 Seiten kann sich der Leser denken wer der Mörder ist und auch welches Motiv hinter den Morden steckt. Natürlich ist es spannend weiter zu lesen und zu erfahren, wie auch Laura langsam dahinter kommt was geschehen ist, doch auch das Finale ist sehr vorhersehbar und nicht sonderlich spannend geschrieben.

Zusammenfassend kann ich sagen, das Buch ist „ganz nett“, aber teilweise etwas unlogisch. Es gibt wesentlich bessere Bücher von Charlotte Link!

Die Chirurgin von Tess Gerritsen

21. Oktober 2010

 

Die Chirurgin: Roman„Die Chirurgin“ ist nun das zweite Buch, welches ich von Tess Gerritsen gelesen habe (diesmal habe ich mit dem Ersten angefangen 😉 ) und ich muss sagen es hat mir wesentlich besser gefallen, als „Todsünde“.

Zur Story: In Boston dringt nachts ein Unbekannter in die Schlafzimmer von alleinstehenden Frauen ein und unterzieht sie einer chirurgischen Operation, in dem er ihnen den Uterus entfernt und ihnen schließlich die Kehle durchschneidet. Während der Operation sind die Opfer bei vollem Bewusstsein. Schnell bringen Detective Moore und Detective Rizzoli diese Morde mit einem versuchten Mord zwei Jahre zuvor in Savannah  in Zusammenhang und befragen in dem Zusammenhang das damalige Opfer, die Chirurgin Cathrine Cordell. Dr. Cordell erschoss ihren damaligen Peiniger und so wird es für Moore und Rizzoli umso schwerer auf die Spur des jetzigen Mörders zu kommen. Steht er im Zusammenhang mit Savannah? Ist er ein Nachahmungstäter? Was haben die Opfer gemeinsam?

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dies steigert zum einen die Spannung und macht die Protagonisten interessanter. Die Gedanken des Mörders gehen einem wirklich nahe, da er sein Handeln für völlig normal und Gottgegeben hält. Lange Zeit tappen Rizzoli und Moore im Dunkeln, doch das Buch wird zu keiner Zeit langweilig. Das Thema Vergewaltigung spielt in diesem Buch eine große Rolle und bringt den Leser oft zum Nachdenken und man bekommt eine Ahnung, wie sich Frauen in dieser Situation fühlen.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, ist: Durch die Gedanken des Mörders, kommt der Leser schneller, als Rizzoli und Moore, dahinter, an welchem Ort er zu finden ist und was die Opfer gemeinsam haben. Dies lässt die Detectives ein bisschen dumm dastehen und   man denkt des Öfteren: „Denk doch mal nach, so schwer ist das nicht!“ 😉 Zudem ist das Ende nach der ganzen aufgebauten Spannung ein bisschen schnell und wie ich finde lieblos erzählt, allerdings kann es sein, dass andere Leser, dies anders empfinden.  Alles in allem kann ich sagen, das erste Buch von Tess Gerritsen ist ein Buch, welches lesenswert ist und man nicht so schnell aus der Hand legt.

Lese-Stöckchen

11. Oktober 2010

Bei Mailin hab ich ein Stöckchen gefunden, welches ich mir mal gegriffen habe…wer Lust hat, kann die Fragen natürlich auch gern beantworten 🙂

1.) Was liest Du gerade?
„Die Wanderhure“ von Iny Lorentz
angefangen hab ich auch „Sterben kommt nicht in Frage, Mama“ von Judith End

2.) Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?
„Rubinrot“ und Saphirblau“ waren die letzten Bücher die ich richtig gut fand.

3.) Sammelst Du irgendetwas?
mmh…Bücher…

4.) Schreibst Du Widmungen in Bücher?
nein

5.) Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher?
nein

6.) Welches Buch hast Du doppelt?
keins

7.) Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen?
ohje…gute Frage. So spontan fällt mir niemand ein. Wahrscheinlich irgendein Schauspieler mit einer schönen Stimme

8.) Sitzt Du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte?
In der Mitte

9.) Welche ist Deine liebste Romanfigur?
ääähm…ich glaub Harry Potter…mit dem bin ich groß geworden und der is doch ziemlich sympathisch 😉

10.) Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
gelesen – ungelesen…und dann nach Größe

11.) Lesen: vor dem ins Bett Gehen oder nach dem Aufstehen?
vor dem ins Bett gehen

12.) Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
Wahrscheinlich eine Pflichtlektüre aus der Schule…wobei die meistens sicher nur so grausam waren, weil sie eben Pflicht waren 😀

13.) Hardcover oder Paperback?
Beides, kommt meist auf den Preis an 😉

14.) Zeitung aus Papier oder im Netz?
Papier

15.) Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
den Struwwelpeter musste mir meine Mutter damals ziemlich oft vorlesen.
Das erste Buch was ich dann selbst innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, war glaub ich „Harry Potter und der Stein der Weisen“

16.) Deine liebste Literaturverfilmung?
„Herr der Ringe“ ist immerhin so gut, dass ich es nie geschafft habe das Buch komplett zu lesen, weil mich der Film einfach schon überzeugt hat.

17.) Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
Blogs

18.) Bevorzugte Urlaubslektüre?
öhm…Romane? Hab da kein bestimmtes Urlaubs-Genre 😉
Wobei, im Urlaub les ich eigentlich selten

19.) Bester Romantitel ever?
„Mach mir mal ’ne Nudelsuppe, bevor ich dich besudel, Puppe!“

20.) Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
ich empfehle ja gern Bücher weiter, aber das is ja alles Geschmackssache…wenn ich aber Bücher empfehlen sollte dann wohl die Rubinrotreihe von Kerstin Gier, die Harry Potter Bücher und die Dexter Reihe.

Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami

5. Oktober 2010

Gefährliche Geliebte: Roman

Gefährliche Geliebte wird aus der Ich-Perspektive von Hajime erzählt. Es beginnt in seinem Kinderalter und wird von Anfang an sehr spannend und  unterhaltend erzählt.  In der Schule lernt Hajime Shimamoto kennen, die genau wie er Einzelkind ist und genau das ist es, was die beiden zusammenschweißt. Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden, bis hin zu einer Jugendschwärmerei. Doch dann zieht Hajime weg und der Kontakt zwischen den beiden Teenagern reißt ab. Hajime ist auf der Suche nach sich selbst und kommt erst (vermeintlich)  zur Ruhe als er seine Frau kennenlernt. Zusammen mit ihrem Vater geling es ihm zwei erfolgreiche Jazzclubs aufzuziehen. Hajime denkt nun er hat alles erreicht: einen tollen Job, eine wundervolle Frau und zwei entzückende Töchter…

Doch plötzlich sieht er eine Frau die Shimamoto sehr ähnelt und die alte Rastlosigkeit ist wieder da. Diese verstärkt sich noch als Shimamoto plötzlich in der Bar steht und ihn seine weggesperrten Gefühle überwältigen…

Die Erzählung des Buches schwankt immer wieder zwischen Melancholie, trockenem Humor und Romantik. Shimamoto wird immer als sehr geheimnisvoll beschrieben. Sie erzählt kaum etwas aus ihrem Leben und so bleibt sie sowohl für Hajime als auch für den Leser ein ewiges Rätsel. Zu Beginn fand ich es noch interessant über Shimamoto zu spekulieren, doch mit der Zeit fand ich es nur noch nervig, dass die Hajimes Fragen immer wieder ausweicht und man auch als Leser nicht hinter ihr Geheimnis kommt. Das Buch bietet sehr viel Platz für Interpretationen und wer Spaß daran hat (ich gehöre nicht dazu) ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient. Doch es ist auch ein schönes Buch für all diejenigen, die an die eine große Liebe im Leben glauben… doch Vorsicht, ohne zu viel vorwegzunehmen:  das Buch bietet nicht das gewünschte Happy End. 😉

Audrey Niffenegger – Die Frau des Zeitreisenden

4. Oktober 2010

„Der großen Liebe begegnet man nur ein einziges Mal. Und dann immer wieder…“
Clare, die Frau des Zeitreisenden Henry, lebt im Hier und Jetzt. Henry hingegen springt unkontrolliert in der Zeit und verbringt so manchmal Minuten, manchmal aber auch Tage in der Vergagenheit oder in der nahen Zukunft. So kommt es, dass Clare ihre große Liebe im Alter von 6 Jahren kennenlernt, als Henry als 36 jähriger Mann in ihre Zeit fällt. Immer wieder treffen die beiden in den kommenden Jahren aufeinander, bis die 20 jährige Clare Henry endlich in der Gegenwart trifft. Nun kann also das gemeinsame Leben beginnen…oder auch nicht, denn Henry reist natürlich weiterhin in der Zeit.“

„Die Frau des Zeitreisenden“ wird abwechselnd aus der Sichtweise von Clare und Henry erzählt und vor jedem Kapitel steht, wie alt die beiden Hauptcharaktere sind. Das ist natürlich wichtig um den Verlauf der Handlung richtig folgen zu können. In einigen Kapiteln tritt Henry doppelt auf. Vor allem zu Beginn des Romans als der ältere Henry seinem jüngeren Ich die wichtigsten Überlebenstipps lehrt, die ein Zeitreisender so braucht, wenn er plötzlich nackt und hungrig in einer neuen Zeit landet.
Dennoch habe ich eine Weile gebraucht um mich an diesen Stil zu gewöhnen und vor allem um den Zeitsprüngen zu folgen und alles in eine chronologische Reihenfolge zu bringen.

Audrey Niffenegger stellt die Liebesbeziehung und ihre Schwierigkeiten durch die Zeitreisen in den Mittelpunkt und zeigt mit welchen Problemen die beiden zu kämpfen haben. Übermäßig romantisch fand ich es nicht, aber es ist dennoch schön beschrieben und auch die Tragik kommt nicht zu kurz.
Ich persönlich hätte gern mehr über das Zeitreisen erfahren, deswegen fand ich vor allem die Passagen interessant, die aus Henrys Sicht geschrieben wurden. Ich weiß nicht genau warum, aber mit Clare bin ich irgendwie nicht warm geworden, was wohl hauptsächlich an ihrem Schreibstil lag.

Empfehlen kann ich das Buch an Fans von Liebesromanen, aber auch an diejenigen, die gern Zeitreisegeschichten lesen (wie ich). Dennoch sollte man nicht zu viel Spannung erwarten.