Kinder des Judas von Markus Heitz

Judas 1: Kinder des Judas

Kinder des Judas ist Markus Heitz´ viertes Buch. Er schafft mit dieser  Geschichte ein ganz anderes Vampirbuch, als wir es bisher kennen. Als Zeit wählt er  reale  Ereignisse aus den Jahren 1731 und 1732  im Balkan und Osteuropa, auch Personen in dem Buch haben einen historischen Hintergrund.

Das Buch unterscheidet sich von anderen Vampirbüchern, in dem hier unterschiedliche Arten von Vampiren mit unterschiedlichen Namen erschaffen werden. Auch hier bedient sich Heitz der Volkskunde aus den zuvor genannten Ländern. Dieser Aberglaube ist in dem Buch ein großes Thema, da er  sehr intensiv auf die verschiedenen Methoden Vampire zu töten und zu unterscheiden eingeht.

Doch zunächst worum geht es eigentlich?

Im ersten Kapitel lernt der Leser eine Frau namens Sia kennen, die neben einem sterbenden Kind Wache hält. Schon hier wird dem Leser klar, dass es sich bei Sia um keinen normalen Menschen handelt, da sie sie den Tod spüren kann. Nachdem das Mädchen gestorben ist, beginnt Sia die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Jitka aufzuschreiben, welches 1670 im osmanischen Reich von ihrer Mutter getrennt wurde und ihren tot geglaubten Vater  wiedertrifft. Dieser nimmt sie mit in eine Mühle und Jitka beginnt ein neues Leben, in dem sich nicht nur ihr Vater mehr als merkwürdig verhält. Jitka wird von ihrem Vater als Wissenschaftlerin ausgebildet. Diese Erzählung läuft parallel zu der Handlung 2007 in Leipzig, in der wir Scylla kennenlernen und der Leser ist gespannt darauf in welchem Zusammenhang die beiden Handlungen stehen.

Das Buch dümpelt lange Zeit vor sich hin und ist bisweilen langweilig und langatmig. Vor allem Jitkas Ausbildung zur Wissenschaftlerin hätte gut gekürzt werden können. Nach über 100 Seiten hat der Leser noch immer keine Ahnung, wohin das Buch eigentlich steuert und erst nach ca. 300 Seiten bekommt die Handlung eine gewisse Spannung.

Dieses Buch unterscheiden sich nicht nur in der Thematik von den anderen Heitz´-Büchern.  Hier fehlt die James- Bond- Action und die Schnitzeljagd quer durch die Welt. Die Kämpfe sind entweder extrem blutig oder vorhersehbar und langweilig beschrieben. Die Hauptpersonen sind keine herausragenden, sympathischen Charaktere, wie in den Büchern vor Kinder des Judas, sondern eher durchschnittlich und langweilig.

Was mich am meisten gestört hat, waren die Vampire selber, die absolut untypisch beschrieben wurden und zudem schnell klar war, dass hier Aberglaube an Aberglaube gereiht wurde.

Abschließend würde ich dem Buch drei von fünf möglichen Sternen verleihen. Natürlich werde ich den Nachfolger „Judassohn“ lesen, in der Hoffnung hier wieder die typische Heitz-Spannung  wiederzufinden.

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2 Kommentare - “Kinder des Judas von Markus Heitz”

  1. Buchkiste Says:

    also ich kenne von Markus Heitz nur die Zwerge bzw. die Zwergenreihe! Diese haben mich aber sehr begeistert. Bin beim Stöbern jetzt auf diesen Roman gekommen. Werd ich mir vielleicht demnächst zulegen… 🙂
    Danke für den Tip!

  2. miri Says:

    Hey,
    also ich würde dir raten mit RITUS anzufangen. Wenn du die Kinder des Judas liest wirst du vermutlich schnell enttäuscht sein und so schnell keines mehr von ihm lesen. Ich war ziemlich enttäuscht von dem Buch. Aber die Zwerge stehen schon bei mir zuhause und warten darauf in Angriff genommen zu werden. Jetzt stehen allerdings erstmal Klausuren an 😦


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