Leichenblässe von Simon Beckett

Leichenblässe

Nach Chemie des Todes und Kalte Asche ist Leichenblässe das dritte Buch in dem der forensische Anthropologe David Hunter auf Mördersuche geht. Diesmal spielt  die Handlung in Tennessee. In einer Jagdhütte in den Smoky Mountains wurde eine  Leiche entdeckt. Schnell finden die Ermittler heraus, dass die Spuren widersprüchlich sind, bis selbst der Todeszeitpunkt und die Todesursache fraglich sind.  Es tauchen weitere Leichen auf, bis schließlich Personen aus dem Ermittlerteam verschwinden…

Das Buch ist wie seine beiden Vorgänger sehr spannend geschrieben. David Hunter erzählt die Ermittlungen in der Ich-Perspektive und wird dabei immer wieder durch die Gedanken des Mörders unterbrochen, der in der Du-Perspektive erzählt. Diese sind extrem verstörend und verstärken die Spannung der Handlung noch.  

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Täterkreis ist, wie immer bei Beckett sehr überschaubar. Wer allerdings nach 200 Seiten schon meint den Mörder zu kennen, sollte sich noch einmal erneut Gedanken machen. Allerdings ist hier die Möglichkeit wer in Frage kommt, begrenzter als in den beiden vorherigen Büchern und wenn man weiß worauf man achten muss, wird es einem hier leichter gemacht.  Am Ende kommt es zu einer überraschenden Handlung, was ebenfalls typisch für Beckett ist. Ich würde sagen, Leichenblässe kann sich ohne Abstriche in die Reihe von Chemie des Todes und Kalte Asche einreihen, wobei hier zu sagen ist, dass viele Leser das Buch schlecht fanden und es ziemlich auseinander genommen haben.

Wer sich für die Arbeit von forensischen Anthropologen interessiert wird auch im dritten Teil nicht enttäuscht, da Beckett wieder sehr genau auf durchgeführten Arbeiten eingeht.

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2 Kommentare - “Leichenblässe von Simon Beckett”

  1. Sanne Says:

    Ich lese deine Rezenion mit großer Skepsis, aber auch Überraschung, denn um ehrlich zu sein, hätte ich nicht erwartet, dass „Leichenblässe“ ein lesenswerter Kriminalroman ist. Nachdem ich Chemie des Todes gelesen habe, musste ich mich regelrecht zu „Kalte Asche“ zwingen und lasse deswegen lieber die Finger vom neuen Roman. Warum? Ein simpler Grund: Es hat mich gestört, dass fast keine Seite ohne den Satz „Es tut mir Leid!“ auskommt. Es war zu viel des Guten.

    Aber du hast auch Recht: viele meiner Bekannten mochten die Krimis und haben sie regelrecht verschlungen. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.
    Kennen Sie die Kriminalromane von Schlink? Sind zwar schon älter, aber immer noch sehr interesssant!

  2. Miri Says:

    Hallo Sanne,
    du kannst mich ruhig dutzen, so alt bin ich noch nicht ^^
    Also ich kann nur sagen, dass ich die Simon Beckettbücher sehr interessant finde und sie auch gerne lese. Natürlich hast du recht und die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.Ich muss sagen, dass ich Tess Gerritsen jetzt auch nicht herausragend fand, obwohl viele ihre Bücher gerne lesen. Klar ist bei Leichenblässe auch, dass es nach dem gleichem Schema aufgebaut ist, wie die anderen beiden und man deswegen vielleicht schneller auf die Lösung kommt.
    Die Kriminalromane von Schlink kenne ich nicht. Aber ich setze sie gerne mal auf meine zu-lesen-liste.


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