Archiv für Juli 2010

Claudia Toman – Hexendreimaldrei

17. Juli 2010

Claudia Tomans Erstlingswerk Hexendreimaldrei habe ich auf dem Wühltisch meiner Stammbücherei entdeckt und direkt mitgenommen.

Zum Inhalt:
Olivia hat sich in ihren Traumprinzen verliebt und ihn an seinem Hochzeitstag mit Hilfe eines kleinen Feenrich aus Versehen in einen Frosch verwandeln lassen. Schnell bereut sie diesen Entschluss und beschließt ihn in seine ursprüngliche Gestalt zurückzuverwandeln. Dies will sie mit einer Hexenvereinigung schaffen, deren Sitz in London ist und welcher seine Hilfe zugesagt hat.
Doch als Olivia mit ihrem kleinen Frosch in London ankommt und auf die Rückverwandlung hofft, entpuppt sich der Hexenbund als nicht sehr hilfreich und feindlich gegen die beiden eingestimmt. Kurzerhand wird der Frosch von Olivia getrennt und in einen Brunnen gesperrt.
Olivias Aufgabe besteht nun nicht mehr nur in der Rückverwandlung, sondern in erster Linie erstmal darin, den Frosch aus dem Hexenquartier zu befreien. Um dies zu erreichen, kann sie auf die Unterstützung von Shakespeare persönlich, einem Geist und einer Verkäuferin aus einen Esoterikladen hoffen.

Die Geschichte beginnnt in Wien und wird in London fortgesetzt. Zwei nicht sehr märchenhafte Orte, aber ich denke man kann sagen, dass es sich hier um ein modernes Märchen handelt, welches vor allem Elemente vom „Froschkönig“ verarbeitet. Die Story springt in jedem Kapitel hin und her, das heißt es wird zum einen die Haupthandlung um Olivia und ihren Frosch vorangetrieben, aber es wird auch in die Vergangenheit geblickt und erzählt, wie sich die beiden kennengelernt haben. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger und regt so zum weiterlesen an. Mich hat der ständige Wechsel irgendwann verwirrt, vor allem da noch ein kurzer dritter Handlungsstrang dazukam und von mir erstmal zugeordnet werden musste.
Im Großen und Ganzen hat mir dieses Debüt aber trotzdem gefallen. Vor allem die sprachliche Umsetzung und die Situationskomik finde ich sehr gelungen.

Die Meisterin von Trudi Canavan

14. Juli 2010

Im letzten Teil der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier“ kommt es schließlich zum Showdown und das Geheimnis um Akkarin, den Hohen Lord der Gilde, wird gelüftet. Aber zuerst kurz etwas zum Inhalt.

Sonea hat zwar mittlerweile den Respekt der anderen Novizen gewonnen, aber sie ist immer noch Geisel von Akkarin. Außerdem geschehen in der Stadt Imardin mehrere merkwürdige Morde, die auf Praktiken von Schwarzer Magie hindeuten. Als Sonea zufällig mitbekommt wie Akkarin von einem Fremden in seinem Haus angegriffen wird und es zum Kampf kommt, erklärt der Hohe Lord ihr was es mit der Schwarzen Magie auf sich hat und wie er sie erlernt hat. Dabei erfährt Sonea, dass Kyralia und die Gilde in Gefahr schweben. Die Ichani, eine Gruppe Aussetzige aus dem benachbarten Land Sachaka, planen Imardin zu überfallen um sich an Akkarin und der Gilde zu rächen. Leider ist es in Sachaka noch üblich Schwarze Magie zu praktizieren, sodass die Ichani sehr starke Magier sind. Erst zweifelt Sonea, ob Akkarin ihr die Wahrheit erzählt. Erst als sie einen Sklaven der Ichani mit eigenen Augen sieht und seine Gedanken lesen kann, begreift sie in welcher Gefahr ihre Heimat schwebt. Sie beschließt Akkarin zu helfen und bittet ihn sie Schwarze Magie zu lehren. Doch dann entdeckt die Gilde, dass Akkarin und Sonea diese verbotenen Praktiken ausüben und verbannt sie dem Land, da sie Akkarins Geschichte nicht glauben. Doch die Gefahr durch die Ichani rückt immer näher…

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten 😉 Aber ich kann versprechen, dass es spannend wird. Mir hat die Trilogie sehr gut gefallen. Die Story wird immer aus der Sicht verschiedener Haupt-Charaktere erzählt, was das Geschehen sehr lebendig macht. Besonders gut gefallen hat mir zum Beispiel die Stelle im ersten Band, wo Rothen in Soneas Gedanken ist und sie lehrt ihre Kräfte zu beherrschen. Die Szene wurde so schön bildlich beschrieben, dass man das Gefühl hatte man wäre selbst auch in Soneas Gedanken. Außerdem fand ich die Beschreibung dazu einfach passend, weil es nicht total überdreht ist, sondern es hört sich alles sehr logisch an.

Das Ende ist relativ offen gehalten. Leider fand ich den großen Showdown etwas mager ausgefallen. Aber ich finde es lohnt sich (nicht nur für Fantasy-Fans) die Bücher zu lesen.

[Gastbeitrag] „Der Knochensammler“ von Matt Hilton

14. Juli 2010

Als ich beim Stöbern im Buchladen um die Ecke auf den Knochensammler von Matt Hilton stieß, musste ich sofort zugreifen. Nicht, weil mich vor einigen Jahren ein relativ gleichklingender Streifen aus Hollywood aus dem Kinosessel hob, sondern weil ich schon damals der Meinung war, dass die Thematik durchaus mehr Potenzial aufweist als das, was Denzel Washington und Angelina Jolie dort verkörpert haben. Schon nach den ersten Seiten habe ich bemerkt, dass es die vollkommen richtige Entscheidung war, denn Hilton ist ein echtes Glücksstück gelungen.
Die Geschichte scheint zunächst sehr subtil und wird bereits am Anfang aus zwei Perspektiven heraus erzählt. Überwiegend berichtet der ehemalige Elitesoldat Joe Hunter von der Suche nach seinem verschollenen Bruder, einem Taugenichts, der seine Ehefrau samt zweier Kinder wegen einer billigen Affäre sitzen lassen hat und nun selbst dieser davongelaufen ist. Warum, das erfahren wir lange nicht. Noch vor Hunter darf Tubal-Kain sprechen, ein Massenmörder und ziemlich krank denkender Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen zu töten, um von diesen ganz besonders schöne Knochen zu erhalten. Das Hauptszenario entsteht, als Tubal auf John Telfer, den Bruder Joes trifft und von ihm ausgetrickst wird. Im Ehrgeiz gekränkt gelingt es ihm kurze Zeit später, ihn ausfindig zu machen. Doch statt ihn sofort zu töten, bilden beide eine Art Zweckgemeinschaft, in der John verzweifelt alle Kompromisse eingeht, um letztlich dem Psychopathen zu entkommen und dieser wiederum plant, ihn erst umzubringen, wenn er seinen Zweck erfüllt hat.
Mit einem ehemaligen Kollegen im Gepäck begibt sich Joe Hunter auf die Spurensuche nach seinem verdorbenen Bruder und so kommt es am Ende zum Showdown zwischen psychopathischen Massenmörder und ehemaligen Spezialsoldaten. Was mich besonders an dem Stück beeindruckt hat, ist die Person Tubal-Kain. Immer wieder beweist er ein facettenreiches Charakterbild. Je nach Situation kann er skrupellos oder total beherrscht handeln, einem Mann mit einer blitzschnellen Handbewegung die Kehle durchschneiden oder sich jemandem scheinbar untergeben, damit dieser im Augenblick des Überlegenheitsgefühls den entscheidenden Fehler macht. Das Finale wird dadurch auch zu einem Akt der Selbstbeherrschung in der Höhle des Löwen. Kurz um, ein absolut zu empfehlendes Schriftstück für all diejenigen, die Thriller lieben und ganz besondere Charaktere zu schätzen wissen.

buecher.de sucht den Besserquizzer
– Rätsel Nr. 12:

Bei diesem Rätsel handelt es sich um ein Buchcover

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Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastbeitrag von buecher.de. Vielen Dank 🙂

ABC – Challenge

13. Juli 2010

Auf vielen Bücherblogs gibt es viele schöne Challenges zum Lesen. Als Beispiel hier möchte ich unbedingt auf libromanies Regenbogenchallenge hinweisen.

Als ich unsere Liste mit den Rezensionen im Überblick aktualisiert habe, ist mir mal wieder aufgefallen, wie beliebt Bücher von Autoren deren Nachname mit F, H oder L anfangen, sind. Und das in unsere Liste noch so viele Buchstaben ohne einen einzigen Eintrag sind.

Wenn ich normalerweise mit einem Buch fertig bin, stell ich mich vor mein Regal und ziehe als nächstes das Buch raus, was mir momentan am ehesten zusagt. Meist sind das auch mehrere und die Entscheidung fällt schwerer. Deswegen finde ich die Idee der meisten Challenges ganz interessant, weil es eine Ordnung in das Lesen bringt und man schon von vornherein eine kleine Auswahl getroffen hat.
Ich habe mir, anhand unserer „vergessenen Buchstaben“ eine Liste erstellt mit den Buchstaben die noch fehlen, habe geschaut welche Autoren dazu passenderweise in meinem Regal schlummern und mir ein paar Titel aufgeschrieben. Leider ist die Liste nicht vollständig. Es fehlen immer noch so viele Buchstaben… deswegen hoffe ich ein wenig auf eure Hilfe. Es wäre super, wenn ihr mir ein paar Tipps zu den fehlenden Buchstaben geben könnt 😉

Also hier mal meine Liste

E
Eco, Umberto – Der Name der Rose
I
J
K
Kröhn, Julia – Die Regentin
N
Niffenegger, Audrey – Die Frau des Zeitreisenden
O
Q
T
Toman, Claudia – Hexendreimaldrei (schon fast fertig 😉 )
Tietz, Michael – Rattentanz (liegt auch auf dem Nachttisch, wurde allerdings unterbrochen)
U
V
W
Wilson, Robert – Schrödingers Katze. Der Zauberhut

Wer Lust hat, an so einer Challenge teilzunehmen, kann sich ja hier kurz dazu äußern. Ob ihr meine Liste vervollständigen wollt oder ob ihr aber euer eigenes ABC aufstellen wollt, bleibt natürlich euch überlassen 🙂

Die Novizin von Trudi Canavan

13. Juli 2010

Der zweite Band von der Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ handelt hauptsächlich von Soneas erstem Jahr als Novizin. Man taucht als Leser wieder in die Welt von Kyralia ein und erlebt mit Sonea den Alltag der Magier.

Da Sonea die erste Novizin aus den ärmlichen Hüttenvierteln ist, wird sie besonders mit Argwohn bedacht. Doch ihre Klassenkammeraden, besonders ein Novize namens Regin, machen ihr das Leben zur Hölle. Sie drangsalieren und schneiden sie, wo sie nur können. Rothen, ein älterer Magier und Freund versucht ihr so gut es geht zu helfen. Doch die meiste Zeit muss Sonea alleine damit klar kommen. Selbst als sie eine Klasse überspringt und neue Mitschüler bekommt, kann sie sich den Schikanen einiger Novizen kaum entziehen. Zum Glück ist Sonea klug, fleißig und verfügt über ein sehr großes magisches Potential, was ihr bei einem Duell gegen Regin zu Gute kommt. Doch das ist nicht Soneas einziges Problem: schon im ersten Band beobachtet sie zufällig Akkarin, den hohen Lord der Gilde, wie er sogenannte Schwarze Magie praktiziert, was strengstens verboten ist. Neben Rothen erfährt auch Lorlen, der Administrator der Gilde und Akkarins guter Freund davon. Lorlen bittet Sonea und Rothen die Sache erstmal für sich zu behalten, doch Akkarin erfährt schließlich von ihrem Wissen. Er lässt sich zu Soneas Mentor bestimmen, um sie zu kontrollieren und als Geisel gegen Lorlen und Rothen einzusetzen.

Der zweite Teil gewährt noch tiefere Einblicke in die magische Welt und den Alltag von der Gilde. Die Autorin schreibt relativ unkompliziert, was einem das Gefühl vermittelt mitten in dem Geschehen zu sein. Man leidet und fiebert jedes mal mit Sonea mit wenn sie von den anderen Novizen geärgert wird. Mir sind die meisten Charaktere ans Herz gewachsen und ich konnte es kaum erwarten den letzten Band zu lesen um zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht.

Die Rebellin von Trudi Canavan

12. Juli 2010

Nachdem ich jetzt alle drei Teile der Reihe „Die Gilde der schwarzen Magier“ gelesen habe, folgt nun endlich meine Rezi 🙂

Die Bücher lassen sich leicht lesen und sind teilweise witzig , aber auch Spannung kommt nicht zur kurz. Die Welt, welche Trudi Canvan in ihren Büchern geschaffen hat, klingt logisch und ist nicht zu abgedreht. Man hat das Gefühl, dass es diese Welt tatsächlich gibt. Aber worum geht es eigentlich?

In Imardin, die Hauptstadt von Kyralia, findet zu Beginn des ersten Buches die sogenannte „Säuberung“ statt, d.h. alle armen Leute werden aus der Stadt, wo die reichen Kaufleute leben, in die Hüttenvierteln vor den Stadtmauern getrieben. Unterstützung dafür bekommt die königliche Garde von Magiern aus der Gilde. Die Gilde ist eine Art Bund, der Menschen mit potentiellen magischen Kräften zu Magiern ausbildet. Allerdings werden nur Kinder aus reichen Häusern auf magische Kräfte geprüft und als Novizen aufgenommen. Doch bei Sonea, ein Mädchen aus den Hüttenvierteln, kommt alles anders. Denn auch sie wird an dem Tag der Säuberung  aus der Stadt vertrieben. Aus Wut wirft sie, wie viele andere Jugendliche auch, einen Stein auf die Magier. Diese aber ziehen zum Schutz vor Wurfgeschossen ein sogenanntes Schild hoch, um nicht getroffen zu werden und normalerweise prallen Steine daran ab. Doch in Sonea schlummern große magische Kräfte, die plötzlich frei gesetzt wurden und so durchbricht ihr Stein das Schutzschild und trifft einen Magier am Kopf. Danach bricht erstmal das totale Chaos aus. Sonea ist selbst überrascht und flieht erstmal mit ihren Freunden. Die Magier der Gilde beschließen Sonea unbedingt zu finden, da sie lernen muss ihre Kräfte zu kontrollieren, ansonsten fügt sich sich und ihrer Umgebung heftigen Schaden zu. Doch wie die meisten Hüttenbewohner verabscheut Sonea die Gilde und versteckt sich mit Hilfe der Diebe, die im Untergrund der Stadt wirken. So beginnt ein Katz- und Maus-Spiel zwischen den Magiern und Sonea. Gleichzeitigt wird Sonea ermutigt ihre Kräfte weiter zu erproben. Doch das wird ihr immer mehr zum Verhängnis, denn später kann sie es kaum noch kontrollieren. Schließlich wird sie doch noch an die Gilde ausgeliefert. Dort zeigt ihr Rothen, ein Magier, wie sie ihre Kräfte kontrolliert. Doch zuerst muss er ihr Vertrauen gewinnen, denn Rothen kann ihr nur helfen, indem er in ihre Gedanken eindringt. Schließlich wird Sonea vor die Wahl gestellt: entweder sie tritt in die Gilde ein und wird zu einem Magier ausgebildet, oder ihre Kräfte werden blockiert und sie kann in die Hüttenvierteln zurück kehren. Nachdem Rothen sie überzeugen kann, dass man mit Magie viel Gutes und Sinnvolles machen kann (z.B. Krankheiten und Verletzungen heilen), entschließt sich Sonea zu bleiben, um dann später als Heilerin vor allem den armen Menschen zu helfen. Spannend wird es am Ende nochmal, als die Entscheidung getroffen werden soll wer  Soneas Mentor wird. Denn neben Rothen hebt der Magier Fergun ebenfalls Anspruch darauf, allerdings nicht mit guten Absichten…

Hiermit endet der erste Band. Teilweise zieht sich die Geschichte etwas hin, aber es ist trotzdem unterhaltsam und nett zu lesen. Es dient vor allem als Einleitung, um den Leser in die magische Welt einzuführen und die Charaktere kennen zu lernen.

Madame Bovary von Gustave Flaubert

10. Juli 2010

Madame Bovary: Sitten der Provinz

Das Buch erzählt die zunächst die Geschichte von Charles Bovary, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und von seiner ehrgeizigen Mutter zu einem Medizinstudium gezwungen wird. Nach seinem Abschluss und während seiner ersten Ehe lernt er Emma kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Wie es das Schicksal so will, stirbt seine erste Frau und Bovary ist frei um Emma heiraten zu können. Von nun an wird Emmas Geschichte erzählt. Sie ist eine sehr elegante Frau mit einer guten Ausbildung, allerdings wird ihr ihre Intelligenz und ihre Neigung zum Grübeln bald zum Verhängnis, denn Emma hat sich die Ehe viel romantischer vorgestellt und so wird sie schließlich unglücklich. Um ihr einen Gefallen zu tun ziehen die beiden Bovarys in ein größeres Dorf. Dort begegnet der Leser ein paar eigentümlichen Bewohnern. Emma ist noch immer nicht glücklich. Sie flüchtet  sich in die Welt der Literatur und schließlich beginnt sie sich für andere Männer zu interessieren….

Dieser Roman war zu der damaligen Zeit ein Skandal, da es  sehr ausführlich die Möglichkeiten eines Ehebruchs  schildert ohne dabei ins Detail zu gehen. Zu Beginn hat der Leser noch Mitleid mit der armen Emma, die sich in ihrer Ehe eingeengt und zudem gelangweilt fühlt. Doch mit den fortschreitenden Kapiteln benimmt sich Emma wie ein kleines, verwöhntes Kind und ohne Rücksicht auf ihre Familie und ihren Ehemann, der sie über alles liebt und ihr einfach nur alles recht machen will. Dieses Benehmen ging mir irgendwann ziemlich auf die Nerven. Das Ende ist nicht  sehr überraschend, da es die logische Schlussfolgerung aus Emmas Benehmen und ihrer Natur ist.  

Madame Bovary ist ein Klassiker, der sehr bildreich und ausschmückend geschrieben ist, so dass es dem Buch keinen Abbruch tut, wenn man während des Lesens mit den Gedanken einmal abschweift, da man die Handlung auch ohne die Ausschmückungen versteht. Flaubert schafft es dem Leser einen guten Eindruck in den zerrissenen und widersprüchlichen Seelenzustand der Madame Bovary zu geben.  Nachteilig sind die langen Kapiteln, in denen es keine Unterbrechungen durch Absätze gibt, so dass man nicht „mal eben“ ein Kapitel lesen kann.

Zusammenfassend kann ich sagen, wer sich für Klassiker „Stolz und Vorurteil“, „Sinn und Sinnlichkeit“ und „Sturmhöhe“ interessiert , ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient.