Archiv für Juni 2010

Kerstin Gier – Saphirblau

30. Juni 2010

Bei Saphirblau handelt es sich um den Nachfolger von Rubinrot, welchen ich hier schon einmal vorgestellt habe.
Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass mir dieser Teil besser gefallen hat, was aber auch daran liegen könnte, dass ich mich mittlerweile gut in das Thema eingelesen habe und eine Fortsetzung zu Band 1 unbedingt nötig ist, da der Roman mitten im Geschehen endet.

Also kurz zum Inhalt:
Nachdem Gwen erfahren hat, dass sie die Trägerin des Zeitreise-Gens ist und nicht wie fälschlicherweise angenommen ihre Cousine, wird sie nun regelmäßig zum Elapsieren geschickt. Das heißt sie wird bewusst in eine vorher bestimmte Zeit geschickt um unkontrollierte Zeitsprünge zu verhindern. Außerdem hat sie zusammen mit Gideon, einem weiteren Zeitreisendem, hochwichtige Aufgaben zu erfüllen, von denen sie nicht weiß, welchen Zweck sie dienen sollen. Noch immer weitesgehend ohne Ahnung was Gwen überhaupt macht und was hinter diesen vielen Geheimnissen steckt, begibt sie sich selbst auf Nachforschungen und trifft in der Vergangenheit auf ihren eigenen Großvater, der selber kaum älter ist als sie.
Außerdem wird die Beziehung zwischen Gideon und Gwendolyn vertieft, was sie aber definitiv nicht einfacher macht.

Mehr möchte ich erstmal nicht vorwegnehmen, denn es lohnt sich wirklich, die Bücher selber zu lesen 😉

In diesem 2. Teil wird nun auch Xemerius vorgestellt und in die Handlung eingeführt. Dabei handelt es sich um einen wasserspeienden Dämon, welcher mit seinen Bemerkungen die Handlung sehr auflockert und immer wieder für Schmunzler sorgt.
Auch aus Gwens Unbedarftheit und aus ihrem Unwissen heraus, was die große geheime Aktion angeht, entstehen immer wieder witzige Szenen. Am meisten hat mir hier die Stelle gefallen, bei der sie ein wenig zu viel Punsch getrunken hat 😉

Außerdem gefällt mir wie sich die Beziehung zwischen Gwen und Gideon entwickelt. Verzeiht mir den Vergleich, aber ich komme nicht drumrum diese Beziehung mit der von Bella und Edward (Twilight) zu vergleichen. Während die Liebe zwischen Bella und Edward so bedingungslos ist, dass sie nach einer Weile lesen nervt, gibt es bei Gideon und Gwen viele Reibungsstellen. Gideons Gefühle scheinen ständig zu schwanken und da die Story aus Sicht von Gwen geschrieben ist, kommt man auch nicht dahinter, woran das liegt und tappt quasi mit Gwen zusammen im Dunkeln. Man fühlt mit ihr mit. Ich hab gegrinst, wenn die beiden sich leidenschaftlich küssen und geseufzt, wenn Gideon sie weggestoßen hat. So etwas gab es bei Twilight für mich nicht, da wirkt die Beziehung viel zu glatt und unwirklich, während man die Gefühle bei Saphirblau richtig nachvollziehen kann. Es gab hier ein paar richtig schöne „Hach“-Szenen 😉

Letztendlich bleiben aber immer noch sehr viele Fragen offen. Als ich am Schluss einer Szene umblätterte und sah, dass nun schon der Epilog beginnt, war ich erschrocken, dass die Handlung wieder mittendrin abbricht. Obwohl ich das ja schon vorm ersten Teil kennen sollte.

Ich brauche jetzt also unbedingt noch den 3. Teil (Smaragdgrün). Dummerweise erscheint der erst im September, so lange muss ich wohl noch aushalten. Um mich aber bei der Anschaffung zu unterstützen könnt ihr hier gern mal für mich klicken 😉

Die Bücherdiebin von Markus Zusak

26. Juni 2010

Die Bücherdiebin: Roman

Als ich den Titel von dem Buch gelesen habe, habe ich gedacht es handelt sich um ein Fantasy-Buch, ähnlich wie Hohlbeins „Das Buch“. Dementsprechend verwirrt war ich zu Beginn des Buches, als sich eine Person vorstellt, wo klar ist, dass es sich um keinen Menschen handelt, sondern um den Tod höchstpersönlich, der sich  einem ziemlich sympathisch  vorstellt. Die beiden ersten Kapitel sind verwirrend geschrieben, da sie  zum Teil philosophische Ansichten und zum anderen Teil Andeutungen auf die Geschichte geben.

Also worum geht es? Lisel Meminger wird mit acht Jahren von ihrer leiblichen Mutter zu Pflegeeltern nach Molching in München gebracht. Ihr Bruder stirbt auf dem Weg dorthin und so beginnt die Karriere der Bücherdiebin. Sie lebt bis zum Ende des Buches bei ihren Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann. Das Buch erzählt  die Geschichte von Lisel, ihrem Leben und dem ihrer Freunde zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Spannend wird es, als sich die Familie entschließt einen jungen Juden in ihrem Keller zu verstecken. Das Buch ist eine gute Mischung aus Spannung, Ironie, Tragik, Traurigkeit, Mitgefühl und verdeutlicht zu dem das Leben von armen Familien während dem Hitlerregime, indem es keinen Freiraum für Individuen gibt. Lisel wird durch die Geschichte begleitet von ihrem besten Freund Rudi und so gibt es neben aller Tragik auch eine Liebesgeschichte zwischen zwei heran wachsenden  Teenagern. Doch haben die beiden unter diesen Umständen denn eine Chance?

Schon während der Erzählung nimmt uns der Tod das Ende vorweg und doch war ich sehr berührt, als ich es dann las. Ich muss sagen, dass sich die Erzählung von anderen Büchern unterscheidet, was nicht zuletzt  durch die oben genannt Mischung aus Spannung, Ironie, Tragik, Traurigkeit und Mitgefühl verdeutlicht wird, aber auch durch kleine Nebenbemerkungen, die der Autor durch die Gedanken des Todes oder anderer Personen einschiebt. Da diese die Erzählung unterbrechen, muss sich der Leser erst an diese Einschübe gewöhnen, was mir aber nicht schwer viel. Zu guter Letzt ist das Buch neben der Geschichet von Lisel auch eine Liebeserklärung an Bücher im Allgemeinen und beschreibt das Leben und die Problematik des dritten Reiches sehr deutlich, ohne zu werten, was einen nur noch mehr berührt.

Ich bin sehr begeistert von dem Buch und kann mir vorstellen es nach einer gewissen Zeit nochmal zu lesen!

Donna W. Cross – Die Päpstin (2. Rezension)

21. Juni 2010

Chrissi hat hier ja schonmal über den historischen Roman „Die Päpstin“ geschrieben und nachdem ich das Buch nun auch gelesen habe, wollte ich auch meine Meinung dazu äußern.

Zum größten Teil gebe ich Chrissi Recht: das Buch ist spannend geschrieben, die Geschichte ist überzeugend dargestellt, aber die Periode in der Johanna Päpstin ist, ist wirklich kurz gehalten und ans Ende gestellt.

Es wird ein wirklich guter Einblick in die damalige Zeit gegeben, obwohl ich nicht sicher bin ob es wirklich genau so zuging wie im Buch beschrieben. Für mich ist es einfach unvorstellbar, wie man die Frauenrolle damals verstanden hat: ohne ihren Mann ist sie nichts, eher gleichgestellt mit einem Tier. Eine sehr ignorante Einstellung die durch einen fast schon wahnhaften Glauben zu erklären ist…aber so war das wohl. Bin ich froh nicht im Mittelalter leben zu müssen 😉 Aber Johanna und auch ein paar andere Personen im Buch haben ja das Gegenteil bewiesen.

Saphirblau

18. Juni 2010

Heut kam „Saphirblau“ von Kerstin Gier bei mir an, welches ich mir bei Tauschticket ertauscht habe.
Jetzt also noch schnell „Die Päpstin“ zu Ende lesen und dann kann ich mich an den Nachfolger von „Rubinrot“ setzen 😉

Die Kastellanin von Iny Lorentz

10. Juni 2010

Die Kastellanin

Marie lebt zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler, den sie innig liebt. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie ein Kind erwartet. Doch dann muss Michel in den Kampf gegen die aufständischen Hussiten ziehen. Er beweist so viel Mut, dass er zum Ritter geschlagen wird- und verschwindet nach einem grausamen Gemetzel spurlos. Nachdem Michel für tot erklärt wird, ist Marie ganz allein auf sich gestellt und sieht sich täglich neuen Demütigungen ausgesetzt. Schließlich bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss von ihrer Burg fliehen. Voller Hpffnung, dass ihr mann noch leben könnte, schließt sie sich als Marketenderin einem neuen Heerzug an. Es beginnt das Abenteuer ihres Lebens. wird sie den geliebten Mann jemals wieder finden?  (Klappentext des Buches)  

Die Kastellanin ist das zweite Buch der Wanderhurereihe. Das erste Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen und ich muss sagen das zweite Buch hat mir genauso gut gefallen wie das erste. Iny Lorentz schreibt in einem sehr bildreichen Stil, so dass es dem Leser möglich ist, die Szenen wie in einem Film zu erleben. Obwohl vieles bereits vorhersehbar ist, macht es sehr viel Spaß sich in die Welt Maries versetzen zu lassen, was nicht zuletzt auch durch die mittelalterliche Sprache erzielt wird. Marie reist sehr viel durch das Land, was allerdings nie langweilig wird und eher die Spannung des Buches steigert. Das Buch ist wie eine Art Kurzurlaub in einer anderen Zeit  und es macht sehr viel Spaß es zu lesen. Ich bin schon auf das dritte Buch gespannt.

Bücherzuwachs

10. Juni 2010

In der letzten Woche ist mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) mal wieder angewachsen.
Am Sonntag war Flohmarkt und ich konnte von Bekannten 2 Bücher aus der „Zu-Verkaufen-Liste“ angeln („Die Bücherdiebin“ und „Bei lebendigem Leibe“) und die anderen 3 hab ich heut mal wieder auf dem Wühltisch entdeckt

Kerstin Gier – Rubinrot

4. Juni 2010

Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten“ hab ich nur gelesen weil ich schon in vielen Blogs begeisterte Rezensionen gelesen habe. Nahezu jeder fand das Buch super und war ganz hingerissen, so dass ich es auch lesen musste.


Das Cover ist natürlich ein toller Blickfang, ebenso wie die der beiden Nachfolger. (Bildquelle)

Aber erstmal kurz zum Inhalt
In Gwendolyns Familie gibt es das Zeitreisegen, welches einer Person erlaubt in den Zeiten zu reisen. Da vermutet wird dass Gwens Cousine dieses Gen hat, wird sie auf ihren ersten Zeitsprung vorbereitet in dem sie fechten und tanzen lernt, aber auch Mysterienunterricht erhält. Als dann aber doch plötzlich Gwendolyn in der Zeit springt, bricht Chaos aus, denn sie war auf solch ein Ereignis nicht vorbereitet und hat auch keine Ahnung von den ganzen Geheimnissen ihrer Familie. Nach und nach wird sie in das Zeitreisen eingeführt und erfährt von einem Projekt, welches sie mit einem weiteren Zeitreisenden, Gideon, erfüllen muss. Zunächst sind sich die beiden eher unsympathisch, aber es kommt wie es kommen muss: die beiden verlieben sich.

Aufgrund der relativ großen Schrift und den etwas breiteren Zeilenabständen kommt das Buch auf 345 Seiten, welche ich an 2 Abenden gelesen haben.

Die Story ist schön aufgebaut, aber da ich von den vielen Rezensionen von der tollen Liebesgeschichte gelesen habe, war ich etwas enttäuscht, dass die doch sehr knapp kam, nämlich erst am Schluss. Dafür endet das Buch aber auch mitten im Geschehen und man kann direkt mit dem 2. Teil der Reihe, „Saphirblau“, weitermachen…leider habe ich das Buch noch nicht, aber ich denke da wird die Romanze der beiden erst richtig in Gang gesetzt.
Am Schreibstil kann man schon erkennen, dass es eher ein Jugendbuch ist, trotzdem gefällt mir der Aufbau die Handlung. Außerdem gab es immer mal wieder Stellen zum Lachen und Schmunzeln.
Das Thema Zeitreise ist mal was neues fernab von Vampiren und Werwölfen, was ja die Buchhandlungen momentan überschwemmt und deswegen von mir hier mal wieder eine Empfehlung für diejenigen unter euch, die das Buch tatsächlich noch nicht gelesen haben 😉