Archiv für Mai 2010

Ein mörderischer Sommer von Joy Fielding

30. Mai 2010

Ein mörderischer Sommer. Joane Hunter ist 41 Jahre alt, hat  zwei Töchter und ist glücklich verheiratet. Umso mehr trifft es  sie, als ihr Mann Paul ihr offenbart, dass er nicht glücklich ist und lieber ein bisschen Abstand hätte. Für Joane bricht eine Welt zusammen, als sie nach knapp 20 Jahren Ehe alleine da steht.  Plötzlich bekommt sie unheimliche Anrufe, in denen die Person am anderen Ende ihr droht sie umzubringen.  Sie erzählt ihrer besten Freundin Eve von den Anrufen, doch die hat nach einer Fehlgeburt ganz andere Sorgen: Eve denkt sie liegt im Sterben und beschäftigt sich einzig und allein damit von Arzt zu Arzt zu rennen, um die Ursache für ihre vermeintlichen Schmerzen heraus zu finden. Da Eve so sehr mit sich selber beschäftigt ist und Joane nicht glaubt (genau wie ihr Mann Paul), beginnt sich Joane mit ihrem Schicksal abzufinden, bis sie herausfindet wer hinter den Anrufen steckt.

Genau wie in dem Buch Lauf, Jane, lauf! wird der  Leser mit Beginn des erstens Satzes ohne Einleitung in die Situation geschmissen. Was zuvor geschah wird aus Joanes Sicht in einem Rückblick erzählt. Das Buch ist an sich spannend geschrieben, allerdings behandelt es auch die Thematik von einer Frau die Anfang vierzig ist, verlassen wurde und nun wieder ins Leben zurück finden muss, nachdem sie fast zwanzig Jahre verheiratet war  und ihr Mann sich einfach nicht entscheiden kann, ob er wieder zu seiner Familie zurück kommen will.

Ich habe während des Buches immer wieder meine Vermutung geändert wer hinter den Anrufen steckt, da es keinen Hinweis auf den Anrufer gab. Als Joane am Ende dahinter kam, wer sie umbringen will, war ich sehr überrascht. Allerdings fand ich das Ende recht unspektakulär. Verglichen mit dem ersten Buch, das ich von Joy Fielding gelesen habe, hat mir Lauf, jane, lauf! besser gefallen.

Breaking Dawn (Twilight Saga) von Stephenie Meyer

30. Mai 2010

Nachdem ich vor einigen Wochen bereits die ersten drei Teile gelesen hatte, habe ich nun den letzten Teil der Twillight-Saga beendet. Ich brauchte etwas Abstand nach den ersten Teilen, unter anderem da mich Bella mit ihrem Gejammer und Anhimmelei genervt hat. Entweder lag es an der Pause, aber eigentlich hat mir der letzte Teil ganz gut gefallen, zumindest besser als der zweite und dritte Teil.

Kurz zum Inhalt: Edwart und Bella heiraten, sie fahren in die Flitterwochen, dort wird Bella schwanger, sie bekommt das Kind und wird zum Vampir verwandelt, eigentlich das perfekte Glück, doch durch die Volturi droht noch einmal Gefahr… (aber natürlich geht alles gut aus ;-))

Warum mir der letzte Teil ganz gut gefallen hat, weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht war ich einfach zufrieden, dass die Story zu Ende ist und eigentlich vieles geklärt war. Aber es stimmt schon, der Roman hat etliche Schwachstellen! Hier nur ein paar, die mir aufgefallen sind: Erstmal, wie kann man nichts davon mitbekommen, dass man beim Sex halb zu Tode gequetscht wird??? Zum anderen: Wie kann es einem Vater egal sein, dass seine Tochter zu einem Vampir geworden ist und dann nichts darüber erfahren möchte??? Außerdem: Wie konnte Alice das Zusammentreffen mit den Volturi voraussagen, wo sie doch nicht in die Zukunft blicken kann, wenn Jacob oder andere Werwölfe daran beteiligt sind??? Und, und, und… Trotzdem haben mich die Schwachstellen beim Lesen nicht sooo sehr gestört. Die Story ist so gemütlich dahin geplätschert mit ein paar lustigen Szenen, wie die Sticheleien zwischen Jacob und Rosalie, und interessanten Stellen, wo Bella ihre neuen Sinne und Fähigkeiten als Vampir testet. Gut fand ich auch den Wechsel, als aus der Perspektive von Jacob erzählt wurde. Allerdings passte das ganze nicht so richtig, weil so ein Wechsel vorher und nachher nicht nochmal vorkam. Ganz schrecklich fand ich die Wahl des Namens von Bellas Kind („Reneesme“)! Allerdings fand ich den Spitznamen „Nessi“ widerum sehr passend 😉 Das Ende war auch ok. Ich fand es nicht so sehr spannend und es war etwas voraussehbar, aber doch ganz passend.

Nochmal werde ich die Teile nicht lesen, ich gehöre also nicht zu den absoluten Twilight-Fans. Es war ganz nett die Bücher zu lesen, möchte aber zukünftige Leser warnen, dass man vielleicht etwas Geduld und Nachsicht mitbringen muss, und natürlich auf „Love-Stories“ stehen sollte 😉

Jeansgröße 0 von Brigitte Blobel

25. Mai 2010

Jeansgröße 0 Katharina ist siebzehn  Jahre alt und hat bereits ihr Abi mit 1,1 bestanden. Nach langer Überlegung beschließt sie in Hamburg Erziehungswissenschaften zu studieren. In ihrem Heimatdorf lebt sie auf einem Biobauernhof. Hier ist sie immer die Kleine. Doch nun in Hamburg soll alles anders werden. Im Internet findet sie eine WG, deren Mitbewohner sie wirklich nett findet. Doch als sie in Hamburg ankommt ist alles anders. Niemand ist da, um ihr zu öffnen und beide Mitbewohnerinnen sind ganz anders als sie es sich vorgestellt hat. Lilja begrüßt sie mit den Worten: Irgendwie hab ich mir dich anders vorgestellt, irgendwie dünner.  Als sich dann auch noch Liljas Freund für Katharina interessiert bricht ein regelrechter  Krieg zwischen den beiden Mädchen aus, in dem es am Ende nur noch um eins geht:  Wer von beiden ist dünner?

Das Buch zeigt einen ganz anderen Weg in die Magersucht abzustürzen, als „Dann bin ich eben weg“. Stellt man die beiden Bücher gegenüber, so hat mir das erste Buch besser gefallen, weil es für mich plausibler war. Katharina leidet sehr unter Liljas Terror, doch der einzige Grund sich keine andere WG zu suchen, ist dass sie die Miete bereits für das ganze Semester bezahlt hat. Diesen Grund fand ich ziemlich unlogisch, da sie sich lieber zu Tode hungert, als das Geld zu verlieren. Was mir an dem Buch nicht gefallen hat, war die Art wie es geschrieben ist. Zu Beginn der Kapitel gibt es Tagebucheinträge aus der Ich-Perspektive, die nicht von Katharina stammen, Katharinas Geschichte wird dafür in der dritten Person in der Gegenwartsform erzählt, was sie dem Leser ziemlich distanziert.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch eben keinen typischen Magersuchtsverlauf beschreibt und ich eher „Dann bin ich eben weg“ empfehlen würde. Allerdings kann man das Buch mit seinen 250 Seiten mal eben so an einem Tag lesen.

Blutportale von Markus Heitz

23. Mai 2010

Blutportale Blutportale ist das dritte Buch von Markus Heitz. Hat er seine Leser zuvor in die Welt der Werwölfe entführt, so geht es in diesem Buch hauptsächlich um Dämonen.

Als die Fechertin Saskia bei einem Tunier gegen den geheimnisvollen Levantin antritt, ahnt sie nicht, dass er seit Jahrhunderten auf sie wartet. Tief in ihr schlummert eine Gabe, die nur er wecken kann. Levantin will, dass Saskia für ihn ein Blutportal öffnet, um in seine Heimat zurückkehren zu können. Doch Saskia ist nicht auf ihr dunkles Talent vorbereitet- und so stößt sie unbeabsichtigt Türen auf, die nie geöffnet werden sollten…   (Klappentext des Buches)

Wie bei den Heitz- Büchern üblich ist einem die Hauptperson Saskia sehr sympathisch und wir treffen hier auch eine alte Bekannte aus den vorherigen Büchern wieder. Um wen es sich handelt, wird hier nicht verraten, aber ich habe mich gefreut, dass auch diese Person eine der Hauptcharaktere des Buches wurde.

Hier eine kleine Ergänzung zum Klappentext:

 Zu Beginn des Buches gibt es drei Handlungsstränge: Zum einen trifft der Leser Saskia, die in einer Halle voller Leichen aufwacht. Der Epilog ist überaus blutig beschrieben und gleicht dem Beginn eines Thrillers von Steven King.

Im ersten Kapitel lernt man dann Will kennen, ein Florist mit indisch-deutscher Herkunft, der von einer sehr penetranten Dame ein merkwürdiges Angebot bekommt.

Und schließlich gibt es da noch Levantin. Gleich zu Beginn wird dem Leser klar, dass Levantin kein Mensch ist und zu den höheren Wesen gehört und  die Handlung des Buches in Gang setzt.  

 Obwohl es in dem Buch um Dämonen geht, ist es nicht zu fantasielastig.  Saskia, Will und unsere bekannte dritte Hauptperson begeben sich auf die Suche nach verschiedenen Artefakten um die halbe Welt, was sie Handlung überaus spannend macht. Geholfen wird ihnen dabei von einem Bekannten Saskias, dem Professor. Obwohl er immer nur als Nebenperson auftritt, merkt der Leser  schnell, dass er für die Handlung nicht unerheblich ist.

Das Buch ist in typischer Heitzmanier, eine Mischung aus Aktion, Kämpfen und  James Bond, aber nicht zuletzt muss der Leser sich auch seine eigenen Gedanken machen. Kleine Logikfehler tun der Handlung keinen Abbruch, allerdings hatte ich teilweise das Gefühl etwas nicht mitbekommen zu haben.

Was mich allerdings ein bisschen gestört hat war, dass es bei den vielen französischen Sätzen, die es in dem Buch gibt keine Übersetzung gibt. Ich konnte mir einen Teil mit meinem Schulfranzösisch erklären und oft genug wird auch so klar was gemeint ist, allerdings wäre hier eine kleine Übersetzung hilfreich gewesen. Dieser Punkt sollte aber niemanden abhalten das Buch zu lesen.

Im Allgemeinen kann ich sagen, dass mir Blutportale genau wie die Bücher Ritus und Sanctum wirklich gut gefallen hat, ich es aber aus den dreien bisher für das schwächere Buch halten würde. Trotzdem kann ich es nur empfehlen.

angefangene Bücher

17. Mai 2010

Jaaajaaa, ich weiß: ich hab schon seit Ewigkeiten Ich, Heinrich VIII.
angefangen aufm Nachttisch liegen, Dämonenhunger
hab ich mittlerweile aufgegeben, Momo liegt angefangen in meiner kleinen Tasche und eigentlich lese ich ja auch gerade „Rattentanz“ von Micheal Tietz, aaaaaaber jetzt kam doch endlich ENDLICH „Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten“ von Kerstin Gier. Ich hab mich jetzt eine Woche zurück gehalten, aber die vielen positiven und begeisterten Rezensionen haben mich doch zu neugierig gemacht. Ich werd mir das Buch also heut noch schnappen und mit dem lesen anfangen.

Wie ist das bei euch? Mehrere Bücher gleichzeitig oder schön eins nach dem anderen?
Ich lese gern Bücher aus verschiedenen Genres gleichzeitig, so hab ich je nach Stimmung jeden Tag die Wahl 🙂

Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher

9. Mai 2010

Einen Tag vor Heiligabend, es herrscht ein schlimmer Schneesturm, verunfallt vor einer Berliner ein Luxusklinik ein Krankentransport. Abgeschirmt von der Außenwelt ist der Sanitäter und der Patient gezwungen in der Klinik zu bleiben. Hier befindet sich schon Casper, ein Patient der Klinik der durch einen Unfall sein Gedächtnis verloren hat und nun versucht Schritt für Schritt seine Erinnerungen wiederzugelangen.
Schon kurze Zeit später wird klar, dass der Seelenbrecher, ein Psychopath der seine Opfer nicht foltert oder tötet, sondern sie in den Todesschlaf versetzt und ihnen so immer wieder ihre schlimmsten Erlebnisse erleben lässt, durch den Krankentransport in die Klinik gekomment ist. Es beginnt eine Jagd durch die Klinik, bei der nicht nur langsam wieder Caspers Erinnerung zurück kommt, sondern auch klar wird wie der Seelenbrecher seine Opfer quält.

Dieses Szenario wird durch eine Rahmenhandlung begleitet, welche in der Gegenwart spielt und ein Experiment eines Professors an 2 Studenten darstellt, welche die Akte des Seelenbrechers lesen.

Nachdem ich meinen Schock und den leichten Ekel der ersten Seite überwunden habe fiel es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen. Je weiter man in die Geschichte eindringt, desto spannender wird es. Wer ist der Seelenbrecher? Wieso hat er es auf die Patienten der Teufelsbergklinik abgesehen und welche Rolle spielt Caspers Vergangenheit an die er sich nicht erinnern kann.
Nach und nach kommen kleine Hinweise dazu und als Leser versucht man natürlich den Fall auch zu lösen, doch ich muss sagen, dass es mir nicht gelungen ist und ich über die Wendung am Ende sehr überrascht war.
Sprachlich fand ich das alles sehr gut umgesetzt und die kurzen, teilweise nur 2 Seiten lange Kapitel tragen zum Spannungsaufbau bei. Ich find kurze Kapitel ja immer praktisch, da man so auch mal nur kurz in der Warteschlange ein paar Seiten lesen kann, aber bei diesem Buch tragen sie dazu bei immer weiter zu lesen und das Geschehen voran zu treiben.

Da ich das Buch vorher nicht durchgeblättert hab, ist mir erst während des Lesens die kleine Überraschung im letzten Teil des Buches aufgefallen. Eine super Idee, mir hat es auf jeden Fall Herzrasen beschert (und das nicht im Sinne von Verliebtsein, sondern eher vor Schreck).

Von mir an dieser Stelle also mal wieder eine unbedingte Leseempfehlung. So langsam entwickel ich mich doch noch zum Thrillerfan. Der nächste Fitzek steht auch schon griffbereit im Regal – „Das Kind“.

Die Tore der Welt- Ken Follett

5. Mai 2010

Ein genialer Architekt

Eine selbstbewusste Frau

Ein ehrgeiziger Mönch

England im Jahre 1327. Vier junge Menschen versuchen ihr Glück zu machen: der rebellische Merthin, ein Nachfahre des großen baumeisters Jack. Sein Bruder Ralph, der in den Ritterstand aufstrebt. Das Mädchen Caris, das sich nach Freiheit sehnt. Und Gwenda, die Tochter eines Tagelöhners, die nur der Liebe folgen will. Und da ist noch Godwyn, ein aufstrebender Mönch, der nur ein Ziel vor Augen hat: Er will Prior der Abtei von Kingsbridge werden. Um jeden Preis.

Lange habe ich auf die Taschenbuchausgabe dieses Buches gewartet..als sie endlich da war, konnte ich es kaum abwarten anzufangen zu Lesen, leider musste ich bedingt durch die Klausuren doch noch was warten,aber es hat sich gelohnt!!

Dieses Buch ist eine Sucht! Ich habe es verschlungen…auf den ca 1300 Seiten wird es niemals langweilig und man ist begierig darauf zu erfahren was das Schicksal erneut für die Hauptfiguren bereit hält. Die Charaktere müssen sich nciht nur gegen ihre Feinde behaupten, sondern auch gegen den übermenschlichen Feind in Form vom „Schwarzen Tod“- der Pest… man fiebert gespannt mit wer es überlebt und wer nicht..

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, wer  „Die Säulen der Erde“  schon gelesen hat, für den ist es ein MUSS!

Aber auch für alle anderen eine tolle Lektüre für die der erste Band vielleicht nicht zwingend notwendig ist, aber mit Bezug auf die Verwandschaftsverhältnisse doch nützlich!

Ich kann einfach nur sagen : Lest es!!!! 🙂