Archiv für März 2010

Josh Bazell – Schneller als der Tod

25. März 2010

Nachdem seine Großteltern von der Mafia ermordet wurden, gelangt Pietro Brnwa selbst in Mafiakreise und etabliert sich da ziemlich schnell durch einige Morde. Doch ihm wird klar, dass es auch ein anderes Leben gibt, er steigt aus und tritt in das Zeigenschutzprogramm. Mit seiner neuen Identität wird er Arzt in einem Krankenhaus. Sein Leben scheint, neben einem kleinen Drogenproblem, wieder geordnete Bahnen zu gehen. Bis einer seiner Patienten ihn erkennt und ihm droht ihn zu verraten, sollte er nicht lebend das Krankenhaus verlassen. Das Problem: er hat Krebs im Endstadium.

Dieser Roman von Josh Blazell ist ziemlich spannungsgeladen geschrieben. Zwischen den einzelnen Kapiteln hüpft er immer wieder zwischen Pietros Vergangenheit bei der Mafia und der Gegenwart im Krankenhaus. Der Leser erfährt wie Pietro zur Mafia kam, welche Aufträge er erfüllt hat und was das ganze mit seinen Großeltern zu tun hat. Die Handlung der Gegenwart treibt die Geschichte voran, denn Pietro muss einige Entscheidungen als Arzt treffen, während er doch eigentlich überlegen muss, was er mit dem Patienten der ihn erkannt hat und Kontakt zu seinen ehemaligen Mafiakollegen hat, anstellen soll. Es ist wahrscheinlich dass er stirbt, da er Krebs im Endstadium hat. Sollte dies geschehen, sind ist die Mafia bereits über den Aufenthaltsort von Pietro informiert.

Durch viele Fußnoten erfährt man einiges an Zusatzwissen zum Thema Mafia, Medizin und auch ein paar unnütze aber lustige Sachen. Da das Buch aus Pietros Sicht geschrieben ist und er den Leser direkt anspricht, scheint alles biografisch zu sein und es wirkt sehr echt.

Ich möchte natürlich nicht das Ende verraten, aber da wirds nochmal etwas unangenehm und eklig, aber trotzdem spannend.

Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen und war für mich mal was neues, da ich selten Mafiabücher lese, aber vor allem der Schreibstil und der Humor hat es mir angetan.

Hier mal die ersten paar Sätze aus dem Buch

Lilien im Sommerwind

24. März 2010

Eine meiner ersten Kritiken ging über das Buch Lilien im Sommerwind von Nora Roberts. Ich war und bin immer noch begeistert von dem Buch: Nun habe ich gelesen, dass das Buch verfilmt wurde und am Samstag um 20.15 Uhr auf Ard läuft. Natürlich weiß ich nicht, wie gut das Buch umgesetzt wurde, aber vor kurzem habe ich Der weite Himmel von Nora Roberts im Fernsehn gesehen und der Film war wirklich gut gemacht. Also für jeden der sich für das Buch interessiert, oder so wie ich gerne Bücher mit Filmen vergleicht. Viel Spaß beim Schaun. Danach werde ich mal schreiben, wie gut das Buch umgesetzt wurde.

vorablesen – Schneller als der Tod

20. März 2010

Dank vorablesen hab ich nun schon mein 2. Rezensionsexemplar erhalten und ich bin auch schon fleißíg am Lesen, allerdings geht es nur schleppend voran, da ich vorher noch 4 Prüfungen hinter mich bringen muss.

Josh Bazell – Schneller als der Tod
In seinem früheren Leben war Pietro Auftragskiller für die New Yorker Mafia. Er stieg aus, ging ins Zeugenschutzprogramm und wrde Arzt. Doch jetzt ist einer der alten Feinde in sein Krankenhaus eingelifert worden. Diagnose: Krebs im Endstadium. Wenn er stirbt ist Pietro geliefert. Die nächsten acht Stunden im Tollhaus der Klinik werden zum atemlosen Kampf um Leben und Tod. (Klappentext)

Der Leseeindruck, den ich dazu gelesen hat, war lustig geschrieben und man erfährt durch kurze Fußnoten mehr zum Thema Arzt, aber auch über die Mafia und sonstige mehr oder wenige sinnvolle Themen.

Was mich aber am meisten beeindruckt und neugierig gemacht hat?
Dieser Satz: „So zynisch und komisch, als hätte Tarantino bei „Dr. House“ Regie geführt“
Für mich als Tarantino- und Housefan also ein Muss 😉

Verblendung von Stieg Larsson

11. März 2010

Gestern Abend habe ich den ersten Teil der Trilogie um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist zu Ende gelesen und ich muss sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat.
Aufmerksam bin ich darauf geworden, weil das Buch in vielen Top-10- oder Bestseller-Listen auftaucht und weil die Verfilmung letztens im Kino lief (habe aber den Film noch nicht gesehen).

In dem Buch geht es um das Verschwinden von Harriet Vanger, der Lieblingsnichte des Großindustriellen Henrik Vanger. Keiner weiß, was mit ihr passiert ist, ob ein Verbrechen vorliegt oder ob sie einfach abgehauen ist. Henrik Vanger ist davon überzeugt, dass Harriet ermordet wurde, aber alle Spuren laufen ins Leere und die Polizei hat die Ermittlungen längst aufgegeben. Doch Henrik Vanger kann die ganze Sache selbst nach 43 jahren nicht vergessen und engagiert den Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist um allen Spuren nochmal nach zu gehen. Mikael arbeitet in der Redaktion des Magazin „Millenium“, welches er mit seiner Freundin Erika Berger gegründet hat und wo er schon mal gerne schmutzige Seiten erfolgreicher schwedischer Unternehmen aufdeckt und veröffentlicht. Doch bei der sogenannten „Wennerström-Affäre“ läuft vieles schief und so wird er wegen Verleumdung zu einer Haftstrafe verurteilt. So kommt es schließlich, dass er den Auftrag von Henrik Vanger annimmt und in das kleine Dörfchen Hedestad zieht. Dort schreibt er offiziell an der Biografie der Familie Vanger, aber eigentlich recherchiert er wegen dem Verschwinden von Harriet. Henrik ist nämlich davon überzeugt, dass der Mörder aus der eigenen Familie stammt. Nach einiger Zeit trifft Mikael auf neue Erkenntnisse und wird schließlich unterstützt von der jungen Lisbeth Salander. Lisbeth ist ein Computergenie mit fotografischem Gedächtnis, aber sozial eigentlich nicht gesellschaftsfähig. Trotzdem arbeiten die beiden gut zusammen und können das dunkle und grauenvolle Geheimnis der Familie Vanger schließlich aufdecken.

Die Geschichte hat zuerst mehrere Erzählstränge, vor allem die Geschichte um Mikael mit seiner Recherche um Harriet und um die Person Lisbeth Salander. Es dauert fast bis Mitte des Buches bis Lisbeth und Mikael das erste mal persönlich aufeinander treffen. Trotzdem fand ich die einzelnen Erzählstränge nicht langweilig, da sie vielversprechend auf ein gemeinsames Ganzes hindeuteten. Wenn es um die ganzen Verwandtschaftsverhältnissen der Familie Vanger geht, kann man schon mal durcheinander kommen und ich musste auch ein paar mal zurück blättern auf den Familienstambaum. Dieser Abschnitt im Buch zieht sich auch ein bisschen, wo nicht viel passiert. Da ist es ganz gut, dass zwischendurch zu dem Erzähstrang um Lisbeth Salander gesprungen wird, die mich fasziniert hat und die man irgendwie gern haben muss. Das Ende habe ich so überhaupt nicht erwartet. Jedoch war ich etwas erstaunt, dass bestimmt noch fast 100 Seiten zu lesen waren, obwohl bereits aufgeklärt war was mit Harriet passierte. Ich fand das aber nicht schlimm oder langweilig, unter anderem weil das Genie von Lisbeth nochmal richtig zu Geltung kommt.

Ich kann das Buch für Krimi-Fans nur empfehlen. Auf jeden Fall werde ich die anderen zwei Teile (Verdammnis und Vergebung) auch noch lesen 🙂

Jodi Picoult – Zeit der Gespenster – Rezension

11. März 2010

Jodi Picoult ist eine der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart und hat schon viele Romane veröffentlicht. Ernste, gesellschaftskritische Themen stehen oft im Mittelpunkt, so auch in ihrem neuesten Roman „Zeit der Gespenster“.

Ross Wakeman hat vor Jahren bei einem Autounfall seine Frau verloren und schafft es auch selbst nicht wirklich zurück ins Leben. Mehrere Selbstmordversuche sind gescheitert und er verschreibt sich der Geistersuche, in der Hoffnung seine Frau wiederzufinden und ihr wieder näher zu kommen. Doch auch dabei hat er kein Glück. Ein letzter Versuch auf einem Grundstück, welches angeblich auf einem alten Indianderfriedhof gebaut ist, wagt er noch seiner Schwester Shelby zuliebe. Während seiner Nachforschungen auf dem alten Grundstück wird er auf eine junge Fau namens Lia aufmerksam, die scheinbar etwas sucht.

Das Buch ist in 3 Teile geteilt. Im ersten Teil, welcher im Jahr 2001 handelt werden zunächst alle Personen vorgestellt und es wird in viele einzelne Handlungsstränge eingeleitet. Da wäre zum einen Ross und seine tragische Geschichte, seine Schwester Shelby mit ihrem Sohn Ethan, welcher unter Xeroderma Pigmentosum, sozusagen eine Sonnenallergie, einer seltenen Erbkrankheit, leidet.
Desweiteren werden noch der Polizist Eli vorgestellt, Spencer Pike, ein ehemaliger Wissenschaftler der in einem Pflegeheim lebt und und Az Thompson, ein 102jähriger Abenakiindianer.
Meredith, ihre Großmutter Ruby und ihre achtjährige Tochter Lucy bilden einen weiteren Handlungsstrang, welcher anfangs losgelöst von den anderen Personen scheint.

Für den 2. Teil des Buches reisen wir in die Vergangenheit ins Jahr 1932 und lernen wir die schwangere Cissy und ihren Mann Spencer kennen. Dieser Teil des Buches ist gespickt mit mehreren Zitaten zum Thema Eugenik, welche sich in die Geschichte einflechten. Spencer ist Wissenschaftler auf dem Gebiet und der Meinung dass sich schwachsinnige und kranke Menschen nicht fortpflanzen sollten.

Im 3. und letzten Teil klären sich die Zusammenhänge auf. Die Handlung ist wieder im Jahr 2001 und so langsam wird klar in welchem Zusammenhang alle vorgestellten Charaktere stehen und obwohl man ahnt wie es ausgeht, gibt es doch immer wieder Überraschungen und selbst nach der Auflösung kommt ein weiterer Höhepunkt, welcher dem Buch ein unerwartetes Ende gibt.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Jodi Picoult versteht es einfach die Leute in ihren Bann zu ziehen und ihre Geschichte auf sehr gekonnte Weise zu erzählen. Auch wenn es anfangs etwas verwirrend war und sprunghaft wirkte mit den vielen Handlungssträngen und ich das ein oder andere mal kurz innehalten musste um den Zusammenhang für mich zu ordnen, fügt sich am Ende alles sehr gut zusammen und die Fragen werden geklärt.
Ich hatte nach dem Lesen des Buches ein paar Fragen zum Thema Eugenik und der dahinterstehenden Organisation, aber da diese Ausgabe über einen Anhang und ein Interview mit Jodi Picoult verfügt, wurde dies auch geklärt.

Letztendlich kann ich diesen Roman wirklich weiterempfehlen und zwar nicht nur Leuten die an Geistergeschichten interessiert sind, denn natürlich kommt auch die Liebe in diesem Werk nicht zu kurz und auch für Krimifans kann der Mordfall Cissy interessant werden.

Für alle, deren Interesse ich jetzt geweckt habe: Das Buch ist mittlerweile im Handel, aber natürlich auch bei Amazon erhältlich und ich würde mich über eure Meinungen zu diesem Roman sehr freuen

Halbzeit Elisabeth- Kaiserin wider Willen

8. März 2010

Ich habe ja bereits im Januar mit der Biographie der berühmten Kaiserin von Österreich angefangen und bin auch noch fleißig dabei sie zu lesen, allerdings habe ich zwischenzeitlich Klausuren geschrieben und auch anderen Bücher gelesen, so dass ich hier zumindest mal einen Zwischenstand geben will, damit ich nachher nicht alles vergesse.

Zunächst mal dazu warum ich mir eine Biographie von Elisabeth von Österreich gekauft habe: Jedes Jahr zu Weihnachten lassen wir uns alle von der Romy Schneider- Trilogie verzaubern und leiden mit der jungen Elisabeth, die eigentlich nie Kaiserin werden wollte und unter dem Regime der Schwiegermutter, der Etikette am Hof und der Abwesenheit ihres Mannes fast zerbricht. Doch war die „echte“ Sisi wirklich so wie sie in den Filmen dargestellt wird?

Nachdem ich nun die Hälfte der Biographie gelesen habe kann ich sagen, die Filme kommen nicht mal ansatzweise an die Person der wirklichen Sisi ran. Zwar gibt es in dem Film auch viele Anspielungen (zum Beispiel, dass Sisi stets leise und mit kaum beweglichen Lippen redete, da ihre Zähne sehr schlecht waren), doch bemerkt man diese erst, wenn man sozusagen darauf hingewiesen wird. In den ersten Jahren nach der Heirat mit Franz- Josef hatte die menschenscheue Sisi es sehr schwer sich am Wiener Hof zu integrieren, da sie immer als „ländliches Dummerl“ abgetan wurde und sie zudem gegen ihren Mann und ihre Schwiegermutter ankämpfen musste, die aber bei weitem nicht so gegen Sisi war, wie in der Romy Schneider- Verfilmung dargestellt.

Die Person welche den größten Kontrast zum Film darstellt ist Sisi Mutter, Herzogin Ludovika in Bayern und die Schwester der Königin. Diese war bei weitem nicht so selbstbewusst wie im Film dargestellt und ihrer Schwester gegenüber eher unterwürfig und in ihrer Ehe absolut nicht glücklich.

Sisi selber wurde erst selbstbewusst als sie mit Anfang 20 merkte wie schön sie eigentlich war und begann sich gegen ihren Mann zu behaupten.

Hach eigentlich gibt es noch so viel über diese interessante Kaiserin zu berichten.  Aber hier soll es ja in erster Linie um das Buch gehen. Also das Buch zeichnet sich vor allem durch seine Lesbarkeit aus. Brigitte Hamann schafft es den Leser ab der ersten Seite zu fesseln und diese widersprüchliche Kaiserin sehr lebendig darzustellen. Neben dem Leben der Kaiserin beschreibt die Autorin ebenfalls sehr ausführlich die politischen Hintergründe dieser Zeit. Dies gehört zu meinem einzigen Kritikpunkt: Oftmals wird das Geschehen mit Zitaten aus Tagebüchern, Briefen oder Zeitungen beschrieben, was nicht immer klar verständlich ist und mich zum Teil doch eher verwirrt hat.

Alles in allem kann ich bis jetzt sagen, wer etwas über Elisabeth von Österreich ganz ohne den Mythos erfahren will, ist mit diesem Buch mehr als gut beraten!

Herzlich Willkommen Caro :)

8. März 2010

Auf dem Weg zur Buchweltherrschaft reichen 3 Hühner sicher nicht aus, deswegen haben wir uns Verstärkung in Form von Caro geholt.

Herzlich Willkommen Caro bei den Hühnern 😉

Caro wird in den nächsten Tagen sicher auch unseren Fragebogen auf der „wer sind wir“-Seite ausfüllen, damit ihr sie ein wenig besser kennenlernen könnt.